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11.12.2018
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Bruder Ingbert Backes, Bruder Matthias Walterskötter, Bruder Gerhard Haspecker und Bruder Hubert Müller (von links).

Bruder Ingbert Backes, Bruder Matthias Walterskötter, Bruder Gerhard Haspecker und Bruder Hubert Müller (von links) vor der mit einem goldenen Kranz geschmückten Tür im Herz-Jesu-Kloster in Vreden. Den Kranz hatten die Nachbarn aus Ellewick gebunden.

Vier Goldjubilare im Herz-Jesu-Kloster in Vreden-Ellewick

Brüderlicher Dienst mit vielfältigen sozialen Aufgaben

Vreden-Ellewick. Vor 160 Jahren wurde die Brüdergemeinschaft der Canisianer in Kevelaer gegründet, im Herz-Jesu-Kloster in Vreden-Ellewick leben seit 1929 die Canisianer-Brüder und Clemensschwestern in einem großen Konvent auf drei Etagen.

Bruder Gerhard Haspecker (74) stammt aus Eppendorf. Er leitete bis 1980 den landwirtschaftlichen Betrieb im Herz-Jesu-Kloster, absolvierte anschließend eine Umschulung zum Altenpfleger, arbeitete zweieinhalb Jahre in der Sozialstation in Goch und kümmert sich seit 1988 um die älteren Mitbrüder im Herz-Jesu-Kloster. Dort leitete er auch viele Jahre den Konvent. Außerdem gehört er zu den Gründungsmitgliedern der Vredener Omega-Gruppe, die sich um die Begleitung von Schwerkranken und die Betreuung der Angehörigen kümmert.

"Motor" in Zwillbrock

"Das geistliche Tun und die Aufgaben im Konvent sind für mich vielfältig und lebendig", betont Bruder Gerhard Haspecker. Er möchte, solange es seine eigene Gesundheit zulässt, die Pflege der Mitbrüder übernehmen und ist in der Omega-Gruppe immer noch der einzige "Quotenmann".

Als "Hüter des kultischen Kleinods", der Zwillbrocker Barockkirche, wirkt der gebürtige Ahauser Bruder Hubert Müller (73 ) seit 20 Jahren als Küster, Seelsorger und großer Motor für die Belebung der Kirche mit geistlichen Konzerten und ansprechend gestalteten Gottesdiensten.

Nach seinem Eintritt in die Brüdergemeinschaft arbeitete er zunächst im Priesterhaus des Wallfahrtsorts Kevelaer und im Canisiushaus in Münster. Es folgte eine Ausbildung zum Erzieher. Danach wirkte er acht Jahre mit großer Freude im Collegium Augustinianum in Gaesdonck und war anschließend fast 20 Jahre Begleiter und Fahrer der beiden Kölner Kardinäle Joseph Höffner und Joachim Meisner. Im 200-Seelen-Dorf Zwillbrock ist er außerdem inoffizieller "Denkmalschützer" und Gründer des "Freundeskreises Barockkirche Zwillbrock", der Baumaßnahmen und Restaurationen finanziert.

"In Zwillbrock hat der Mensch alles, was er braucht: Natur, Kultur und Kult", meint Bruder Hubert Müller schmunzelnd.

Dort könne er Altes pflegen, Neues anstoßen und sich für die Menschen einsetzen. "In der Brüdergemeinschaft der Canisianer übernehmen wir vielfältige Aufgaben, und ich wurde immer wieder aufgefordert, mein Leben neu zu gestalten. Unser Leben ist tief in Gott verwurzelt, und wir werden geführt, sodass wir Kraft und Zuversicht für den Dienst und unser persönliches Leben schöpfen können", erläutert Bruder Hubert Müller seine Überzeugung, dass er in der Ordensgemeinschaft eine besondere Bleibe gefunden hat.

Kraft für seinen Alltag schöpft der gebürtige Ibbenbürener Bruder Matthias Walterskötter (74) aus den Psalmen 23 und 139. "Gott schaut mich an, und ich schaue ihn an. Ich weiß, dass mein Lebensweg erst ein Weg ist, wenn er immer wieder mit Gott zusammenfällt", hebt Bruder Matthias hervor.

Er hat vor einigen Jahren eine schwere Krankheit überstanden und ist froh, dass er seitdem mehrere Küsterstellen in Münster St. Antonius, St. Ludgeri und jetzt in St. Stephanus übernehmen kann. Bruder Matthias Walterskötter ist ausgebildeter Krankenpfleger, hat in Kassel und Hildesheim gearbeitet und war auch Fahrer des vor einigen Jahren verstorbenen münsterschen Weihbischofs Josef Voß. Diese Zeit sei für ihn besonders schön gewesen. "Unter Menschen zu sein und in der Gemeinschaft zu leben, das ist sehr erfüllend. Ich bin froh, dass ich auch heute noch ehrenamtlich als Küster in einer lebendigen Gemeinde tätig sein kann", beschreibt er seine Erfahrungen.

Wirken auf dem Land

Bruder Ingberg Backes (74), der aus Saarbrücken stammt,  kennen und schätzen viele Vredener aus seiner Zeit als Pfarrer in der Landgemeinde Ellewick. Nach seinem Noviziat in Münster übernahm er als "Hausbruder" im Herz-Jesu-Kloster alle anfallenden Aufgaben – vom Putzen bis zum Dienst in der Sakristei. Außerdem kümmerte er sich um die behinderten Bewohner von Haus Früchting, das in Nähe des Klosters liegt.

Zum Priester geweiht wurde er 1982. Ingbert Backes war erst Kaplan in Geldern und in Bad Münstereifel, danach Pfarrer in Bad Münstereifel und bis 1999 in Ellewick. Bis 2008 wirkte er noch einmal als Pfarrer in Bad Münstereifel. Seitdem wohnt er als Ruheständler wieder im Ellewicker Herz-Jesu-Kloster.

"Die Liturgie und die Spiritualität haben mich geprägt, und der ganz normale Alltag hat mir in meinem Leben viel gegeben", fasst er seine Lebenserfahrungen zusammen, und seine drei Mitbrüder stimmen ihm zu.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. undefinedHerz-Jesu-Kloser in Vreden-Ellewick (04.10.2011)
  2. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Orden

Mehr zum Thema im Internet:

  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.canisianer.de

Text: Annegret Rolvering | Foto: Annegret Rolvering in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
14.04.2014

    1. Übersicht: Orden

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