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11.12.2018
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Abschied

Abschied in Gemeinschaft: Schwester Silvia-Johanna, Schwester Gottharda und Schwester Regina Pacis (unten v.l.) mit Subregens Jochen Kosmann, Regens Hartmut Niehues, Weihbischof Stefan Zekorn, Provinzleiterin Paula Bomas und Spiritual Dr. Michael Höffner.

Vorsehungsschwestern verlassen das Borromaeum in Münster

Abschied nach 160 Jahren

Münster. Nach 160 Jahren verlässt der Orden der Schwestern der Göttlichen Vorsehung das Bischöfliche Priesterseminar Borromaeum. In einem feierlichen Dankgottesdienst mit Weihbischof Stefan Zekorn wurden die drei noch verbliebenen Schwestern am Sonntag (26.01.2014) verabschiedet.

"So ein trauriger Tag. Das hat so etwas Endgültiges", sagt Schwester Astrid. Sie hat selber 14 Jahre hier gewirkt und ist nun mit mehren Mitschwestern aus dem Provinzhaus gekommen um dem Abschied von Schwester Regina Pacis, Schwester Gottharda und Schwester Silvia-Johanna beizuwohnen. Ob neue Schwestern in die Hausgemeinschaft am Domplatz ziehen werden, ist ungewiss.

Ein deutlicher Einschnitt

"Der Auszug der Schwestern ist ein deutlicher Einschnitt für das Bistum Münster", sagt Stefan Zekorn, Regionalbischof für Münster und Warendorf, in seiner Predigt. Über 160 Jahre hätten die Schwestern die Priesterausbildung begleitet und mitgeprägt: "Sie haben das Gebet weitergetragen und waren in vielen kleinen und großen Aufmerksamkeiten Ansprechpartnerinnen für die Studenten und Mitarbeiter. Sie haben Wärme im Haus vermittelt", sagte Weihbischof Zekorn vor etwa 120 Besuchern in der Hauskapelle. Neben den rund 50 Mitarbeitern des Borromaeums, den Seminaristen und Mitschwestern waren auch langjährige Weggefährten wie Weihbischof Heinrich Timmerevers aus dem Offizialat Oldenburg angereist.

Ein heftiger Wandel in der Kirche

In der Eucharistiefeier findet Weihbischof Stefan Zekorn neben realistischen auch tröstende Worte: "Der Wandel in der Kirche ist schon heftig, und wir müssen uns fragen, warum ist das so?" Er suche die Antwort heute nicht in soziologischen oder kirchlichen Faktoren: "Es kommt darauf an, dass wir, wie der Apostel Paulus es uns lehrt, zu unserer Schwäche stehen."

Es komme nicht darauf an, dass die Kirche äußerlich gut dastehe, sondern "dass wir alle unsere Schritte im Leben mit Blick auf das Kreuz tun", bezieht sich Zekorn auf die Lesung aus dem ersten Korintherbrief. Bei aller Dunkelheit, wie es der Prophet Jesaja formuliere, "kommt das Strahlen, das Leuchten in unserem Leben aus unserer Beziehung zu Gott". Er danke den Vorsehungsschwestern für ihr Glaubenszeugnis, sagte Zekorn.

In Zukunft ohne Schwestern?

Beim anschließenden Empfang in der Aula dankte auch Regens Hartmut Niehues den Schwestern. Er erinnere sich noch persönlich an seine eigene Studienzeit, wie Schwester Gottharda die Studenten in ihrer Prüfungszeit mit Schokolade unterstützte. Die persönliche Beziehungen zu den Schwestern, "ihr schlichtes Da-Sein" mache den Abschied traurig.

"Der Grund, warum wir hier sind, ist kein Grund zur Freude. Es ist eine Wirklichkeit, die schon viele Gemeinden erfahren mussten und die nun auch das Borromaeum erreicht", stellt Regens Hartmut Niehues fest. Wie die Zukunft des Priesterseminars ohne die Schwestern aussieht, kann er noch nicht sagen: "Wir können jetzt nicht nahtlos übergehen und neue Schwestern finden."

Ein Abschied mit viel Herz und Musik

Mit viel Herz und Musik werden die Schwestern auch von den Theologie-Studenten verabschiedet: "Wir schenken Ihnen den Westflügel", sagt Haussprecher Martin Bukies und präsentiert das Wort "Danke" in der erleuchteten Fensterformation des Borromaeums als Fotoshow.

Die 48-jährige Schwester Silvia-Johanna wechselt in die Verwaltung der Gemeinde St. Josef Münster-Kinderhaus. Schwester Regina Pacis (75) und Schwester Gottharda (77) kehren in das Provinzhaus Friedrichsburg zurück: "Ich werde das Junge und Dynamische hier im Haus, geprägt durch die vielen Gespräch mit den Studenten vermissen", sagt Schwester Gottharda. Aber Gerburgis Bröcker von der Mitarbeitervertretung versichert in ihrer Ansprache: "Natürlich werden wir Sie besuchen kommen!"

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Text: Marie-Theres Himstedt | Foto: Marie-Theres Himstedt
26.01.2014

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