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15.11.2018
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Maria.

Maria beweint ihren toten Sohn. Die Pietà, ein Werk des Meisters Arnt von Kalkar, gelangte 1802 in die neu gegründete Pfarrkirche St. Markus in Bedburg-Hau.

Kunstwerke des früheren Klosters in St. Nicolai gezeigt

Dominikaner in Kalkar

Kalkar. Eigentlich sollte die Ausstellung schon 2010 gezeigt werden. Damals war es genau 555 Jahre her, dass der damalige Papst Calixt III. die Gründungsurkunde des Kalkarer Dominikanerklosters unterschrieben hatte. Am 30. Oktober 1455 gab der Papst den Startschuss für das Kloster, der am 29. Juni 1455 bereits den spanischen Dominikanermönch Vincenz Ferrer heiliggesprochen hatte; einen begnadeten Bußprediger, der dann auch Patron des Kalkarer Dominikanerklosters wurde.

Doch die Vorbereitungen für die Ausstellung dauerten länger, sodass sie in der St.-Nicolai-Kirche erst 2013 gezeigt werden kann. Was für die Präsentation sicher förderlich war. Dankbar erinnert sich Karl-Ludwig van Dornick, Vorsitzender des Vereins der Freunde Kalkars, dem diese Ausstellung zu verdanken ist, an die Hilfe von Jutta Prieur Pohl und Guido de Werd – beide hatten dem Verein maßgeblich zur Seite gestanden.

In der Ausstellung, die bis zum 15. September 2013 dauert, macht der Verein das kostbare Erbe der Dominikaner in Kalkar sichtbar und bringt ihr verdienstvolles Wirken zur Geltung. Darüber hinaus kehren im Zug der Ausstellung einige wertvolle Kunstwerke aus dem ehemaligen Dominikanerkloster nach Kalkar zurück – zu sehen ist die Ausstellung im Nordschiff der St.-Nicolai-Kirche, die selbst einige Kunstwerke aus dem früheren Kloster bewahrt.

Das Klosterarchiv blieb auch nach der Auflösung des Klosters 1802 weitgehend erhalten und befindet sich heute in Cuijk, Gent, Gaesdonck und Berlin. Gezeigt werden wesentliche Urkunden aus der Gründungszeit. Lange Jahre war dieses Kloster in Vergessenheit geraten. "Bereits 30 Jahre nach dem Abriss des Klosters war die Erinnerung ausgelöscht", beschreibt Karl-Ludwig van Dornick, früherer Bürgermeister von Kalkar, die Situation. Nur Historiker und Kunsthistoriker erinnerten sich noch an die Bedeutung, die dieses Kloster sowohl für die Stadt Kalkar als auch für das Herzogtum Kleve einst besaß.

Van Dornick erzählt in diesem Zusammenhang schmunzelnd die Frühgeschichte des Hauses Kleve – von dem einstigen unbedeutenden, nicht hoffähigen Grafengeschlecht, dessen Spross Graf Adolf II. eine Tochter aus dem Hause Burgund heiratete und 1417 im Rahmen des Konstanzer Konzils, gesponsert durch eine Kiste Gold, zum Herzog ernannt wurde.

Im Jahr 1449 gelobt der junge Herzog Johann I. nach einem Sieg in der Soester Fehde über den Kölner Erzbischof Dietrich von Moers eine Pilgereise ins Heilige Land. Von einer Erkrankung während der Reise genesen, besucht er in Bologna das Dominikanerkloster St. Nikolaus. Er lernt die strengen Klosterregeln nach der lombardischen Reform kennen und gelobt, ein solches Reformkloster in seinem Herzogtum zu gründen. Herzog Johann und seine Mutter, Maria von Burgund, wählen aus mehreren Vorschlägen schließlich Kalkar als den geeigneten Ort aus.

Am 28. Mai 1456 genehmigt Dietrich von Moers, Erzbischof von Köln, die Klostergründung. Vereinbart wird, dass im Kloster acht Mönche leben werden. Am 30. Oktober 1457 weiht Judocus, Weihbischof von Utrecht, Dominikanermönch und Doktor der Theologie, das Kloster. Da der Konvent in seiner großen Zeit dem Erzbischof von Utrecht unterstand, kamen die meisten Mönche aus den Niederlanden.

In der Ausstellung sind bedeutende Kunstwerke zu sehen: der Annenaltar, ein Schmerzensmann und die berühmte Maria von Magdalena von Henrik Douvermann. Höhepunkt ist die Zusammenführung der ehemaligen Triumphkreuzgruppe mit dem Kruzifix aus Nijmegen-Neerbosch und den Kalkarer Trauerfiguren Maria und Johannes.

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Text: Jürgen Kappel | Foto: Jürgen Kappel in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
03.09.2013

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