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25.08.2016
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Kraftfahrerkapelle.

Markantes Zeichen der Kraftfahrerkapelle in Telgte-Raestrup ist der freistehende Glockenturm.

Kraftfahrerkapelle St. Christophorus in Telgte-Raestrup

Ort des stillen Gedenkens und der Mahnung

Telgte-Raestrup. Einfach und klar steht an der B 64 zwischen Telgte und Warendorf in der Bauerschaft Raestrup die einladende Kraftfahrerkapelle St. Christophorus. Sie wurde nach Plänen des früheren Diözesanbaumeisters Eberhard Kleffner und seiner Frau gebaut. Die Grundsteinlegung der Kapelle erfolgte am 10. Dezember 1961, am 10. Mai 1964 wurde sie geweiht. Seitdem erhebt sich an der Bundesstraße gut erkennbar am östlichen Gemeinderand Telgtes ein viereckiger, vom Grund an spitz zulaufender 30 Meter hoher Kirchturm mit einem Wetterhahn. Der Turm steht frei, ist jedoch eingerahmt von zwei arkadenartigen, windgeschützten Gängen, die einen Hof umschließen.  Sie führen zu einer geräumigen, hellen  Kapelle.

Zu der zeltförmigen Dachkonstruktion inspirierte das Dach über dem Altar des Eucharistischen Weltkongresses in München von 1960. Im Fuß des Turms, zur Straße hin, befindet sich die "Turmkapelle", eine Gedenkstätte für die Opfer des Straßenverkehrs. Sie ist Anziehungspunkt für zahlreiche Autofahrer und Spaziergänger, die vorbeikommen und eine Pause einlegen.

Die Bauerschaft Raestrup gehört zur Stadt Telgte. Und die kleine Kapellengemeinde ist Teil der Pfarrgemeinde St. Marien in Telgte. Trotz einiger Kilometer Entfernung fühlen sich die Raestruper ihr zugehörig und mit ihr verbunden – und umgekehrt.

Doch die Gottesdienste übernimmt größtenteils und traditionsgemäß ein Mitglied des Priester-Teams am Collegium Borromaeum in Münster. Diese Tradition ist älter als der heutige Kapellenbau: Sie begann im Februar 1948, als erstmals ein Priester des Collegium Borromaeum als "Sonntags-Pastor" an den Wochenenden nach Raestrup kam, um in der damaligen "Sebastian-Baracke", ein Relikt des Reichsarbeitsdienstes, die Heilige Messe zu feiern.

Diese Baracken-Kapelle entstand aus einer ursprünglichen Notlösung: Ab Herbst des Kriegsjahrs 1944 war für die Raestruper der Kirchgang nach Telgte lebensgefährlich geworden. Daher bekamen sie vom damaligen Bischof von Münster, dem späteren Kardinal Clemens August Graf von Galen, die Sondererlaubnis, in der großen Bauernküche des Hofs Josef Rusche Gottesdienst zu feiern.

Doch die Geschichte der Raestruper Kapellengemeinde reicht weiter zurück: Die Idee für ein eigenes Gotteshaus entstand schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts und mündete in die Gründung eines privaten Kapellenbauvereins im Jahr 1921. Grund war der zu weite Weg in die Stadt Telgte. Die Raestruper spendeten und halfen reichlich – aber die große  Inflation 1922 / 23 machte alles Ersparte zunichte. Und zur Zeit der Nationalsozialisten waren private Sammlungen für einen Kirchenbau verboten.

Erst 1960 wurde der Kapellenbauverein wieder aktiv, und die Raestruper schafften es wiederum beharrlich, mit vielen Eigenmitteln und tatkräftigen Eigenleistungen, dass die heutige Kraftfahrerkapelle St. Christophorus tatsächlich gebaut wurde.

Warum entstand eine Kraftfahrerkapelle? Als sie 1960 geplant wurde, beschloss man, ermutigt durch die Beliebtheit der Kapelle "Madonna der Landstraße" an der früheren B 54 (heute L 510 zwischen Nienberge und Altenberge), eine zweite Autofahrerkapelle in Westfalen zu bauen.

So kam es, dass der Wunsch der Raestruper nach einem neuen Gotteshaus und der Bau einer zweiten Kraftfahrerkapelle im wahrsten Sinn des Worts "unter einem Dach" vereint wurden.

Jeden ersten Sonntag im Monat gedenken die Raestruper nach der Heiligen Messe vor der Turmkapelle im Gebet der Verkehrstoten

Im nächsten Jahr wird am 25. Mai 2014 das 50-jährige Kirchweihfest begangen, zu dem Münsters Bischof Felix Genn zur Freude der Raestruper und Telgter sein Kommen zugesagt hat.

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Text: Wolfgang Graf von Ballestrem | Foto: Gröne in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
22.07.2013

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