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11.12.2018
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Schwester Alberika (links) und Schwester Ottokaris verlassen als letzte Ordensschwestern das Schermbecker Marienheim.

Schwester Alberika (links) und Schwester Ottokaris verlassen als letzte Ordensschwestern das Schermbecker Marienheim.

Ende einer Tradition im Schermbecker Marienheim

Mit Ottokaris geht die letzte Mauritzer Franziskanerin

Schermbeck. Bewegte Tage hat sie oft in ihrem Leben erfahren. Das trifft sicher auch auf ihre letzten 16 Jahre im Schermbecker Marienheim zu. Doch die Abschiedsfeier war für Schwester Ottokaris von den Mauritzer Franziskanerinnen einer der bewegendsten Momente, wie sie gestand. Mit ihr wurde Schwester Alberika verabschiedet, die bereits seit einem Jahr im Ruhestand lebt. Mit Ottokaris verlässt die letzte Mauritzer Franziskanerin das Marienheim – den Ort, in dem der Orden 141 Jahre lang tätig war.

Bewegte Geschichte

Heimleiter Klaus P. Optenhövel und Pfarrer Klaus Honermann ließen vor 80 Gästen, darunter auch Schwester Brigitte, Provinzialin der Mauritzer Franziskanerinnen aus Münster, die Geschichte noch einmal Revue passieren. 1866 fassten "honorige Männer der katholischen Kirche in Schermbeck" den Beschluss, ein Haus für Kranke und Witwen zu errichten. Elf Jahre später wurde der Grundstein gelegt, und drei Jahre danach konnte das "Marienhospital" eröffnet werden. 1871 kamen die ersten Mauritzer Schwestern als Kranken- und Altenpflegerinnen nach Schermbeck. Ein Neubau mit 20 Betten und eine Remise mit Stallungen für zwei Kühe, Pferd und Wagen sowie ein Schweinestall folgten 1909. "Ohne die Schwestern", sagte Heimleiter Optenhövel im Rahmen der Abschiedsfeier, "ist die Entwicklung des Marienhospitals gar nicht denkbar."

Trotz der Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg entwickelte sich die Situation für die Schwestern gut. Bis zu 25 Mauritzer Franziskanerinnen waren vor Ort in sämtlichen Funktionsbereichen tätig.

Viele Senioren kannten das Hospital und die Schwestern noch aus ihrer Kinderzeit und schmunzelten zustimmend, als Optenhövel Anekdoten aus früheren Zeiten zum Besten gab. Zum Beispiel, wenn Messdiener zum Gottesdienst antraten, um danach von den Schwestern ein opulentes Frühstück zu bekommen.

1987 wurde das Krankenhaus geschlossen, das in ein Alten- und Pflegeheim mit heute über 100 Bewohnern umgewandelt worden war. Der Franziskanerinnenkonvent wurde immer kleiner, bis jetzt Schwester Ottokaris als Letzte die Wirkungsstätte verließ. Ihr und Schwester Alberika galt vor allem der Dank von Schwester Brigitte, die fragte, ob man einen Abschied, der weh tut, überhaupt feiern könne. Ja, man müsse in die Zukunft schauen und dabei das Vergangene in Erinnerung rufen. "Die Geschichte der Schwestern ist die Geschichte des Hauses", sagte sie und stellte die überdurchschnittlich gute Identifikation der Franziskanerinnen mit dem Haus und den Bewohnern heraus.

Bernd Becker, Vertreter der Pfarrgemeinde, dankte Schwester Ottokaris: "Sie haben Werte vermittelt und Wärme gespendet. Wir werden Sie vermissen!" Er überreichte ein Aquarell, das die Kapelle des Marienheims darstellt. Von vielen erhielt sie Geschenke für die Brasilien-Mission. Gegenüber "Kirche+Leben" sagte Kerstin Schulz-Berghaus vom Sozialen Dienst, was viele dachten: "Sie wird uns fehlen. Jedem im Haus gab sie Rückhalt und war sie Stütze."

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Text: Marie Nienhaus | Foto: Marie Nienhaus in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
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