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08.12.2016
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Nach allen Seiten hin offen. Der goldene Pavillon auf dem Domplatz in Münster verbindet symbolisch die Ausstellungsorte LWL-Landesmuseum und Domkammer.

Nach allen Seiten hin offen. Der goldene Pavillon auf dem Domplatz in Münster verbindet symbolisch die Ausstellungsorte LWL-Landesmuseum und Domkammer.

Glanz von Gold, Silber und Edelsteinen

Goldene Pracht: Werkstatt und Infopunkt

Münster. Glanz auf Münsters Domplatz: Ein goldfarbener Pavillon wurde für die Ausstellung "Goldene Pracht. Mittelalterliche Schatzkunst in Westfalen" errichtet. Entwickelt haben die Ausstellung, die bis zum 28. Mai 2012 zu sehen ist, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), die Domkammer der Kathedralkirche St. Paulus und der Exzellenzcluster "Religion und Politik" der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Darauf weist die Bischöfliche Pressestelle hin.

Im Pavillon befinden sich eine Goldschmiedewerkstatt, in der Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Workshops kreativ werden können, sowie ein Informationspunkt für Besucher. Der 120 Quadratmeter große Pavillon ist in goldenes Kupferblech gehüllt und nimmt damit das Thema der Ausstellung augenscheinlich auf. Durch die bodentiefen Fenster an allen Seiten wirkt der Pavillon offen und erlaubt damit auch Einblick von außen in die Goldschmiede-Werkstatt.

"Die Idee, einen Pavillon auf dem Domplatz zu errichten, ist zunächst aus der Raumnot geboren", erläutert Hermann Arnhold, Direktor des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte. Durch den Neubau des Museums und die zahlreichen Leihgaben der Ausstellung "Goldene Pracht" herrscht im Altbau am Domplatz Platzmangel. Deshalb musste für die Kunstvermittlung ein neuer Raum gesucht werden.

"Mit dem Pavillon haben wir eine architektonisch überzeugende Lösung gefunden. Der sternförmige Bau bietet Platz für 30 Workshop-Teilnehmer und einen Informationspunkt", sagt der Historiker Gerd Althoff vom Exzellenzcluster "Religion und Politik". Auf dem zentral gelegenen Domplatz ist der Pavillon zwischen dem Bischofshaus und dem Westwerk des Doms schon von weitem sichtbar. "Gleichzeitig verbindet er die beiden Ausstellungsorte Landesmuseum und Domkammer symbolisch miteinander", sagt Udo Grote, Direktor der Domkammer.

Faszinierender Anblick

Das Kunstvermittlungsangebot zur Ausstellung "Goldene Pracht" umfasst verschiedene Angebote, in denen die Workshop-Teilnehmer erste Kenntnisse in der Buch- und Glasmalerei erwerben, Schmuckanhänger aus Emaille herstellen oder Experten beim Schauschmieden beobachten können: "Der Glanz von Gold, Silber und Edelsteinen fasziniert die Menschen. Dies ist auch heute trotz allen Wohlstands noch so", erläutert Ingrid Fisch, Leiterin der Kunstvermittlung am Landesmuseum.

Für Kinder gibt es ein Mitmach-Buch, das Kinder und Jugendgruppen zur Ausstellung erarbeitet haben und in dem die Themen rund um die "Goldene Pracht" anschaulich dargestellt werden. Das Mitmachbuch ist im Landesmuseum für 4,50 Euro erhältlich.

Studierende der MSA (Münster school of architecture) haben den Pavillon unter Leitung der Architekten Marc Günnewig und Jan Kampshoff entworfen. Insgesamt haben sich mehr als 30 Studierende über mehrere Monate mit dem Projekt beschäftigt. Der Entwurf, der jetzt auf dem Domplatz realisiert ist, wurde von einer Jury ausgewählt. Ziel war es, ein Gebäude mit Signet-Charakter zu schaffen, das gleichzeitig alle Anforderungen an das museumspädagogische Programm erfüllt.

Pavillon-Öffnungszeiten

Der Pavillon ist zu folgenden Zeiten geöffnet: dienstags von 10 bis 16 Uhr, mittwochs von 9 bis 16 Uhr, donnerstags von 10 bis 21 Uhr, freitags von 10 bis 18 Uhr, samstags von 9 bis 17 Uhr und sonntags von 12 bis 17 Uhr.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

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  2. undefinedKatalog und Film zur Ausstellung erschienen (23.03.2012)
  3. undefined"Goldene Pracht" eröffnet am Wochenende (23.02.2012)
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  5. undefinedMittelalterliche Kunst im modernen Gewand (17.02.2012)

Mehr zum Thema im Internet:

  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.goldene-pracht.de
  2. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.lwl.org

Text: pd | Foto: LWL in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
23.04.2012

    1. Viele lobende Worte über die "Goldene Pracht"
    1. Stifter verewigten sich auf ihren Werken
    1. Die Schwäche fürs Edle ist menschlich
    1. Katalog und Film zur Ausstellung erschienen
    1. Peter Bolg arbeitet die Kunstwerke auf

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