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27.08.2016
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Die um 1350 entstandene Reliquienstatuette der heiligen Brigida von Kildare aus dem Kirchenschatz der Gemeinde St. Brigida in Legden ist in Münster ausgestellt.

Die um 1350 entstandene Reliquienstatuette der heiligen Brigida von Kildare aus dem Kirchenschatz der Gemeinde St. Brigida in Legden ist in Münster ausgestellt.

Irische Königstochter aus Westfalen

"Goldene Pracht" zeigt Reliquienstatuette

Legden. Die aufwändig gearbeitete Reliquienstatuette der heiligen Brigida aus dem 14. Jahrhundert wird noch heutzutage bei besonderen Anlässen in der Liturgie der Gemeinde St. Brigida in Legden verwendet. So nimmt sie nach wie vor am Festtag der Heiligen am 1. Februar während der Messe ihren Platz auf dem Altar der Brigiden-Kirche ein.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), das Bistum Münster und der Exzellenzcluster "Religion und Politik" der Universität Münster holten das wertvolle Exponat für die große Ausstellung "Goldene Pracht" nach Münster, für die sie eigens von dem Kölner Goldschmiede-Restaurator Peter Bolg gereinigt wurde. Die Ausstellung über die mittelalterliche Schatzkunst in Westfalen ist bis zum 28. Mai 2012 im Landesmuseum und in der Domkammer an der Kathedralkirche in Münster zu sehen.

Schon im Mittelalter hatte die Silber-Figur für die Gläubigen eine besondere Bedeutung. "Ihr kostbares Material sollte den Blick der Gemeinde auf den überirdischen Leib der bereits im Stand der Glückseligkeit stehenden Heiligen lenken. Die Gläubigen waren überzeugt, dass die Heilige durch die Anwesenheit der Figur auf dem Altar zu einer mächtigen Fürbitterin wurde", sagt der Bistums-Kurator der Ausstellung, Holger Kempkens.

Tatsächlich birgt die Statuette aus Silber dem Kurator zufolge einige Reliquien, also sterbliche Überreste, der irischen Königstochter und Äbtissin von Kildare, Brigida (451-523). Diese Reliquien hat der münstersche Bischof Hermann (1032-1042) von den Benediktinern von Groß St. Martin in Köln, an deren Klosterkirche eine Brigidenkirche angebaut war, erhalten und um 1040 zur Kirchweihe in Legden mitgebracht.

Im Rahmen der Ausstellung stellen die Kuratoren die kostbare Figur nur wenig älteren, französischen Werken gegenüber. "Die Pracht der westfälischen Goldschmiedekunst ist bislang noch viel zu wenig bekannt", sagt Kempkens. "Im Vergleich mit internationalen Spitzenwerken wird sich dem Publikum das hohe Niveau dieser Reliquienstatuette aus Westfalen erschließen. Zudem steht sie beispielhaft für die Statuettenreliquiare der Kirchenpatrone, wie sie für Westfalen typisch sind."

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. undefinedKatalog und Film zur Ausstellung erschienen (23.03.2012)
  2. undefinedPeter Bolg arbeitet die Kunstwerke auf (24.02.2012)
  3. undefinedAusstellung "Goldene Pracht" eröffnet am Wochenende (23.02.2012)
  4. undefinedMittelalterliche Kunst im modernen Gewand (17.02.2012)
  5. undefinedHeiligenkalender: Heilige Brigitta (1. Februar)

Mehr zum Thema im Internet:

  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.goldene-pracht.de
  2. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.bistum-muenster.de (Video zur Ausstellung)

Text: Johannes Bernard, pd | Foto: Kube/Bistum Münster in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
26.03.2012

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