
Ludger Hinse mit zwei Exponaten seiner Kreuze.
Leid und Licht
Umfangreiche Kreuz-Ausstellung
Bockum-Hövel. Unter dem Titel "Projekt Kreuz – Im Endlichen das Unendliche finden" wird auf Initiative des Katholischen Forums Bockum-Hövel eine Ausstellung mit unterschiedlichen Kreuzes-Darstellungen gezeigt. Die Kreuze stammen von dem Künstler Ludger Hinse, der im Bistum Münster schon mehrmals mit seinen Werken präsent war.
Zu sehen sind die Exponate an zehn verschiedenen Orten in Hamm-Bockum-Hövel, darunter in den Kirchen St. Stephanus, St. Pankratius, Christus König und Herz Jesu. Die Ausstellung dauert vom 22. Februar bis 9. April 2012 und wird von Gottesdiensten, Vorträgen, Meditationen und Werkstätten begleitet.
Am 25. Februar 2012 wird Weihbischof Stefan Zekorn in der St.-Pankratius-Kirche Bockum-Hövel um 17.30 Uhr einen Gottesdienst feiern. Im Anschluss daran ist die offizielle Ausstellungseröffnung.
Die Idee zu dem Kreuz-Projekt stammt aus dem Jahr 2010, als der Recklinghäuser Künstler Ludger Hinse in Hamms Nachbarstadt Werne einige seiner Kreuze ausstellte. Beeindruckt von der besonderen Wirkung dieser Werke nahmen Mitglieder des Katholischen Forums Bockum-Hövel Kontakt zu Ludger Hinse auf. Die Idee einer eigenen Ausstellung in der Pfarrgemeinde Heilig Geist in Bockum-Hövel wurde geboren.
"Es ist auch eine Chance, dass die Gläubigen aus den vier einzelnen Gemeindeteilen weiter zusammenwachsen. Wir wollen zum Blick über den eigenen Kirchturm motivieren", benennen die ehrenamtlichen Mitarbeiter vom Katholischen Forum ihr Ziel, die Bildungs-, Vereins- und Verbändearbeit in der Gesamtgemeinde Heilig Geist zu koordinieren.
Das Kreuz wird im Mittelpunkt der sechswöchigen Veranstaltungsreihe der Pfarrgemeinde Heilig Geist in der diesjährigen Fastenzeit stehen. Neben den vier Pfarrkirchen sind das Ludgeristift Bockum, die Von-Vincke-Schule und die Overbergschule, die Schlosskapelle Ermelinghof und das Malteser-Krankenhaus Ausstellungsorte, in denen Ludger Hinse seine verschiedenen Exponate präsentiert.
Begleitet wird die Ausstellung von einem umfangreichen Rahmenprogramm: Vereine, Verbände, Schulen und der Vorbereitungskreis haben im Zeitraum zwischen dem 22. Februar und dem 9. April 50 vielfältige Veranstaltungen organisiert. Das Spektrum reicht von Autorenlesungen und "Kreuz-Werkstätten" für Kinder und Jugendliche mit dem Künstler bis hin zu kirchenmusikalischen Vorträgen.
Froh sind die Organisatoren darüber, dass es gelungen ist, auch die evangelische Kirchengemeinde Bockum-Hövel mit in die Veranstaltung einzubinden. Als Zeichen einer gut funktionierenden örtlichen Ökumene wird sie sich mit einzelnen Veranstaltungen in das Projekt einbringen.
Der Künstler Ludger Hinse, 1948 geboren, lebt und arbeitet in Recklinghausen. Seit 1988 hat Hinse zahlreiche Einzelausstellungen in Berlin, Bochum, Emden, Tschechien, Spanien und Santiago de Chile durchgeführt. Über seine Arbeiten sind 14 Kataloge und sieben Bücher erschienen. In den letzten Jahren hat sich der Künstler intensiv mit dem Symbol des Kreuzes auseinander gesetzt.
Hinse hat schon viele thematische Kreuze gestaltet, die in Ausstellungen präsentiert wurden. Er schuf Kreuze der Hungernden, Kreuze des Widerstands oder das Kreuz der christlichen Märtyrer zur Erinnerung an die 1907 geborenen Märtyrer Alfred Delp und James Graf von Moltke, die im Januar 1945 in Plötzensee durch die Nazis hingerichtet wurden.
Text: Bernd Schumacher | Foto: Almud Schricke in
Kirche+Leben
21.02.2012
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