Sekundarstufe I mit gymnasialen Standards
Bischöfliche Liebfrauenschule in Nottuln wird Sekundarschule
Nottuln / Münster. Sieben Sekundarschulen können zum neuen Schuljahr im Regierungsbezirk Münster an den Start gehen. Das teilt die Bezirksregierung Münster mit. Am Dienstag (07.02.2012) erhalten die Schulen ihre Bescheide aus den Händen von Regierungspräsident Reinhard Klenke. Eine der sieben Sekundarschulen ist die Liebfrauenschule in Nottuln, die bislang als Realschule geführt wird. Als erste Sekundarschule in bischöflicher Trägerschaft startet im Sommer ihr erstes Schuljahr. Sie wird ihren Betrieb vierzügig und in offener Ganztagsform aufnehmen. Das haben Kommune und Bistum vereinbart. Das Anmeldeverfahren läuft vom 13. bis zum 15. Februar und vom 21. bis zum 22. Februar.
Die weiteren Schulen im Regierungsbezirk Münster gehen in Ahlen, Drensteinfurt, Sassenberg, Gelsenkirchen, Herten sowie Münster-Roxel an den Start. Im Rahmen der Vorbereitungsarbeiten werden jeweils zwei erfahrene Lehr- oder Leitungskräfte mit der vorläufigen Schulleitung beauftragt, teilte die Bezirksregierung mit.
Somit sei sichergestellt, dass Anmelde-, Aufnahme- und Lehrerversetzungsverfahren sowie die Vorbereitung des Schulbetriebs reibungslos ablaufen könnten. Parallel würden die neuen Leitungsstellen im Rahmen eines Beurteilungsverfahrens ausgeschrieben, um eine Besetzung zum Beginn des neuen Schuljahres im Sommer zu gewährleisten.
Gemeinsames Lernen der Kinder bis zur sechsten Klasse
Die Sekundarschule wurde als neue Schulform am 20. Oktober 2011 vom Land NRW beschlossen. Sie soll nach dem Wunsch der Landesregierung langfristig dazu beitragen, ein attraktives, gerechtes, leistungsfähiges, umfassendes und wohnortnahes Schulangebot zu gewährleisten. Die Sekundarschule hat keine eigene gymnasiale Oberstufe, sondern deckt vielmehr die Jahrgänge der Sekundarstufe I (Klassen 5-10) ab. Allerdings verfügt sie über gymnasiale Standards, um sowohl auf die berufliche Ausbildung als auch auf die Hochschulreife hinzuführen.
Die wichtigste Besonderheit der Sekundarschule ist das gemeinsame Lernen der Kinder bis zur sechsten Klasse. Erst danach können getrennte Bildungsgänge angeboten werden. Ab der sechsten Klasse wird fakultativ eine zweite Fremdsprache angeboten, ab der achten Klasse gibt es wie bei Gymnasien oder Gesamtschulen ein weiteres Angebot für eine zweite Fremdsprache.
Mehr zum Thema in kirchensite.de:
Bistumshandbuch: Katholische Schulen
Liebfrauenschule soll Sekundarschule werden (22.07.2011)
Bistum stellt Umwandlungsantrag für Liebfrauenschule (27.10.2011)
Text: Michaela Kiepe
02.02.2012
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