
Die leitenden Pfarrer der drei Pfarreien im Dekanat Vreden haben für die Visitation ein umfangreiches Programm ausgearbeitet (von links): Stefan Scho aus Südlohn, Guido Wachtel aus Vreden und Stefan Jürgens aus Stadtlohn.
Freude auf viele Bischofs-Begegnungen
Visitation im Dekanat Vreden
Vreden. Auf die "Fahrt über die Dörfer" mit Bischof Felix Genn freut sich Dechant Guido Wachtel aus Vreden: "Ich möchte dem Bischof die Größe unserer Pfarrei zeigen", sagt er. In allen Dorfkirchen rund um das Stadtgebiet von Vreden wird Bischof Genn Gottesdienste feiern und auch dort mit Gemeindemitgliedern ins Gespräch kommen. "Zeigen möchte ich dem Bischof auch, wie gut in den früher selbstständigen Landgemeinden unsere Ortsausschüsse funktionieren. Wir haben dafür sogar eine Satzung entwickelt, die vielleicht Modellcharakter für die Diözese besitzt", sagt Wachtel, der in Vreden vor einigen Jahren die Zusammenführung von sieben Gemeinden meistern musste.
Bis zum 25. Februar 2012 wird Bischof Genn in den drei Pfarreien des Dekanats – St. Georg Vreden, St. Vitus und St. Jakobus Südlohn-Oeding und St. Otger Stadtlohn – zahlreiche Gespräche führen, unter anderem mit allen Priestern, Diakonen und pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie mit Ordensfrauen und Ordensmännern und vielen Vertretern der Kirchenvorstände, Pfarrgemeinderäte und Verbände. Darüber hinaus sind Besuche im Bereich von Politik, Ökumene, Kultur, Landwirtschaft und Handwerk vorgesehen. In fünf Gottesdiensten wird Bischof Genn Jugendlichen das Sakrament der Firmung spenden.
In Oeding kommen am 14. Februar 2012 Schüler der Roncalli-Hauptschule mit dem Bischof zusammen. Es folgt ein Gespräch mit Landwirten. In Südlohn besichtigt der Bischof am Donnerstag (26.01.2012) das Henricus-Stift, ein Alten- und Pflegeheim. In Stadtlohn nimmt er an einem Glaubensgespräch teil, segnet die Räume eines Anbaus am Krankenhaus, besucht das Elisabeth-Hospiz, feiert einen Gottesdienst in der Hilgenberg-Kapelle am Donnerstag (26.01.2012) um 8.15 Uhr und kommt mit allen Religionslehrern des Dekanats zusammen. In Vreden besucht der Bischof unter anderem das Krankenhaus, das Altenheim St. Ludger, das Antoniusheim, Haus Früchting und den Hof Tenhumberg, das Elternhaus des früheren münsterschen Bischofs Heinrich Tenhumberg.
Die Visitation bezeichnet den Brauch und die kirchenrechtliche Verpflichtung eines Bischofs, in regelmäßigen Zeitabständen die Gemeinden seiner Diözese zu besuchen. "Früher dienten die Visitationen meist der Kontrolle der Pfarrer, heute geht es vornehmlich um Begegnungen und Gespräche, um zu erfahren, wie der Gemeindealltag aussieht und welche Erwartungen an die Kirche bestehen", sagt Dechant Wachtel.
Für Pfarrer Stefan Jürgens stehen die Besuche für die Einheit der Kirche. "Die Gemeinden sind eingebunden in das Bistum." Die Besuche ermöglichten einen guten Einblick, "was vor Ort läuft". Auch Pfarrer Stefan Scho freut sich auf die intensiven Begegnungen mit Bischof Genn und darüber, dass viele Gemeindechristen den Bischof kennen lernen. "Viele kennen ihn nur aus den Medien, jetzt kommt er zu uns. Wir im Dekanat freuen uns auf die Gespräche und Gottesdienste, die für viele sicher auch zu einem Ereignis werden", sagt Pfarrer Scho.
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Text: Johannes Bernard | Foto: Johannes Bernard in
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