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22.05.2012
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Die Neapolitanische Krippe aus dem 18. Jahrhundert ist das Schmuckstück der Sammlung.

Die Neapolitanische Krippe aus dem 18. Jahrhundert ist das Schmuckstück der Sammlung.

Ausstellung in Kevelaer

Krippendarstellungen aus aller Welt

Kevelaer. Eine Krippenpräsentation besonderer Art zeigt das Niederrheinische Museum in Kevelaer bis zum 15. Januar 2012. Viele Exponate beeindrucken durch ihre Formen.

Die Ausstellung ist eine Reise wert: Neben zahlreichen Krippendarstellungen aus dem 18. Jahrhundert bis in unsere Tage wird eine in Form, Aussage und Material unterschiedliche Fülle beeindruckender Ausstellungsgegenstände vorgestellt, die alle einen mehr oder weniger engen Bezug zum Weihnachtsfest aufweisen. So künden neben den Krippenställen mit zahlreichem "Krippenpersonal" beispielsweise auch alte Fliesen, Backformen, Schüsseln oder grafische Darstellungen von der Menschwerdung Christi.

Bunte Vielfalt

In dieser beeindruckenden, sinnenfrohen und bunten Vielfalt der Exponate wird für die Besucher die Freude der Geburt Christi und der Festcharakter dieses Heilsereignisses erfahrbar. Nicht von ungefähr lautet der Titel der Ausstellung "Ein Kind ist uns geboren …".

Nach Aussage von Burkhard Schwering, Leiter des Museums, dauerte die Vorbereitung für die Ausstellung, die durch ihre Vielfalt in Herkunft und Entstehungszeit der Exponate besticht, gut ein Jahr. Auf etwa 200 Quadratmetern werden Krippendarstellungen aus dem 16. Jahrhundert bis in die heutige Zeit präsentiert.

So stammen beispielsweise aus dem Spätmittelalter zwei Tabernakel-Türen, die Dries Holthuis mit Jesus- und Maria-Monogramm versah. Eine Arbeit, auf die das Museum besonders stolz ist. Ein Fragment eines Altars, den Ludwig Jupphan um 1508 erstellte, zeigt die Anbetung der Könige.

Noch heute leuchten die Farben, mit denen Frans Franken aus Flandern im 17. Jahrhundert die Heiligen Drei Könige im Stall mit Maria, Josef und dem Jesuskind malte. Herzstück der Ausstellung ist eine Neapolitanische Krippe aus dem 18. Jahrhundert. Die aus Ton gearbeiteten Figuren wurden mit viel Liebe zum Detail gefertigt: Neben Augen aus Glas begeistert auch die feine Ausarbeitung der Gesichtszüge, der Hände und Füße.

Krippen selber bauen

Eine Perlmutt-Schale aus Jerusalem aus dem 19. Jahrhundert zeigt die Geburt und Kreuzigung Jesu. Aus dem Kloster St. Bernardin in Kapellen stammt eine Gipskrippe aus dem späten 19. bzw. frühen 20. Jahrhundert. Dass die Ausstellung nicht nur die Darstellung der Geburt Jesu präsentiert, sondern den gesamten Festkreis zeigt, macht ein Blick ins Kabinett deutlich: Dort sind etwa 100 Adventskalender von 1960 bis heute zu sehen. Kinder können im Rahmen der Ausstellung kleine Holzkrippen erwerben und selbst aufbauen, in Workshops eigenen Weihnachtsschmuck basteln, Weihnachtsgebäck backen, einer zauberhaften Weihnachtsgeschichte lauschen und ein Weihnachtsspiel erleben.

Öffnungszeiten

Das Niederrheinische Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte in Kevelaer hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene drei Euro, für Kinder ab drei Jahren zwei Euro. Kinder in Gruppen bezahlen nur einen Euro und 50 Cent. Für Behinderte, Studenten und Auszubildende kostet der Eintritt zwei Euro. Gruppen sollten sich unter der Telefonnummer 02832 / 95410 anmelden.

Mehr Informationen im Internet:

  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.niederrheinisches-museum-kevelaer.de

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