
Das Wandbild der Saerbecker Kirchenkrippe zeigt Bilder vom Flüchtlingscamp in Ostafrika.
Elend der Hungernden
Kirchenkrippe in der St.-Georg-Kirche in Saerbeck
Saerbeck. Anstelle der vertrauten Waldlandschaft mit Tannenbäumen und einem Holzstall findet sich der Betrachter an der Saerbecker Kirchenkrippe in einem afrikanischen Flüchtlingscamp wieder. "In den vergangenen Monaten war die Weltöffentlichkeit besonders erschüttert von der furchtbaren Dürre- und Hungerkatastrophe am Horn von Afrika. Das hat uns auch im Liturgiekreis und im Krippenteam beschäftigt. Einige Gestaltungselemente der Krippenlandschaft nehmen deshalb auf die Hungerkatastrophe Bezug", sagt Pfarrer Peter Ceglarek.
So weisen zwei Wasserkanister auf das lebensnotwendige Wasser hin, das jeder Mensch zum Leben braucht, und auf den, der sagt: "Wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt" (Joh 4,14). Drei Fladenbrote vor der Krippe machen auf lebensnotwendige Nahrungsmittel aufmerksam. Sie erinnern auch an Jesu Geburtsort Betlehem. Der hebräische Ortsname ist biblisches Programm: "Bet Lehem" heißt übersetzt "Haus des Brotes". Der dort geboren wurde, lädt die Menschen ein: "Ich bin das Brot, das Leben schenkt; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben" (Joh 6,35).
Die Frohe Botschaft von Weihnachten beinhalte immer auch Solidarität, sagt Pfarrer Ceglarek: "Menschlich miteinander leben und miteinander teilen, was wir haben, ist die Botschaft, die mit der Geburt Christi verbunden ist."
Die Kirchenkrippe gibt bei aller Not in der Welt Hoffnung: Gott ist Mensch geworden. Und in dieser Menschwerdung wendet er sich besonders den Bedrängten zu, um ihnen Licht und Wärme, Hoffnung und Zuversicht zu schenken.
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Text: Johannes Bernard | Foto: Johannes Bernard in
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