
Zum Beispiel bei der Löninger Tafel setzen sich Menschen dauerhaft für andere ein.
Hilfsbereitschaft
Denn die guten Nachrichten überwiegen
Oldenburger Land. Wer nur auf Schlagzeilen schaut, kann schnell verzweifeln. Denn da geraten zuerst Skandale und Fehlverhalten in den Blick. Die überdecken leicht die andere Wirklichkeit: den selbstverständlichen Einsatz für Menschen.
Zugegeben – das vergangene Jahr 2011 war nicht immer nur geprägt von guten Nachrichten. Und oft sind es ja gerade die Skandale und Enttäuschungen, die im Gedächtnis haften bleiben. Da rückt vielleicht ein Blick auf die kleinen Schlagzeilen der vergangenen vier Wochen die Verhältnisse etwas gerade. Auf Menschen, die mit persönlichem Einsatz Mut und Zuversicht verbreitet haben. Zum Beispiel:
- fünf Jugendliche, die schon seit Jahren in Emstek gespendete Weihnachtsbäume für die Aktion "Emsteker Kinder in Not" verkaufen. Einschließlich Spenden erbrachte die Aktion vor dem Rathaus diesmal 1.254 Euro.
- die Gruppen aus Friesoythe, Bösel und Harkebrügge, die in diesem Jahr Weihnachtspäckchen für die rund 250 Kunden der Friesoyther Tafel gepackt haben. Zum Beispiel die KAB Harkebrügge zum Beispiel oder die Böseler Landfrauen; die Kolpingfamilie steuerte 60 Pakete bei, die Friesoyther Messdiener 40.
- die 350 Mitarbeiter des Sankt-Franziskus-Krankenhauses in Lohne. Sie verzichteten auf Weihnachtsgeschenke aus der Kasse der Mitarbeitervertretung – und spendeten stattdessen 1.500 Euro an zwei Hospize und für das Projekt "Baby-Notarztwagen" des Vechtaer Marienhospitals.
- die Litauenhilfe in Lutten und Holdorf, die in einem gemeinsamen Hilfstransport kurz vor Weihnachten dafür sorgten, dass Menschen in Litauen geholfen wird.
- die Helfer des Malteser-Hilfsdienstes in Dinklage, die 130 Senioren der Stadt zu einem besinnlichen Adventsnachmittag eingeladen hatten.
- die Katholische Landjugendgruppe in Bühren. Sie spendete 1.000 Euro für das Togo-Projekt der Landjugend.
- die ehrenamtlichen Helfer in Harkebrügge, die die Arbeit des Sankt-Marien-Kindergartens unterstützen. Einmal die Woche kommen sie und bringen mit Liedern, Gedichten und Spielen Kindern die plattdeutsche Sprache bei oder töpfern und basteln mit ihnen.
- die Helferinnen des Malteser-Hospzdienstes in Friesoythe, die sich zum Beispiel um Trauernde kümmern. Jetzt auch mit einem Gesprächskreis für verwitwete junge Menschen.
- die dreizehn Frauen aus Cloppenburg, die sich dort beim Sozialdienst Katholischer Frauen zu ehrenamtlichen "Plus-1-Paten" haben ausbilden lassen. Sie werden den Kontakt zu Familien mit Kindern bis zu drei Jahren aufnehmen und sie bei der Erziehung begleiten.
- die vierzig ehrenamtlichen ausgebildeten Helfer der Krisenintervention- und Notfallseelsorge im Landkreis Cloppenburg, die im vergangenen Jahr 114 mal im Einsatz waren, zum Beispiel nach Unfällen und Bränden.
- das ehrenamtliche Helferteam aus Nikolausdorf, das von seinem "Weihnachtspostamt" aus seit vierzig Jahren Kinderbriefe an den Nikolaus beantwortet, in diesem Jahr mehr als 7.200.
- die ehrenamtlichen Helfer des "Seamen´s Club" der Seemannsmission Brake. Sie haben 200 bis 250 Geschenktüten für Seeleute der Schiffe gepackt, die in der Adventszeit in Brake, Nordenham oder Elsfleth anlegten.
- die "Humanitäre Hilfe für Menschen im Osten" in Mühlen. Sie brachten wieder Spenden und Weihnachtspakete ins polnische Rumia in der Nähe von Danzig.
- ein Kaufmann in Löningen, der die Kosten für ein Weihnachtsessen für bedürftige Menschen übernommen hat. 126 Gäste, unter anderem Konden der Löninger Tafel und Bewohner des Flüchtlingswohnheimes erhielten nach dem Essen dazu auch noch eine Überraschungstüte.
- die mittlerweile 196 ehrenamtlichen Betreuer im Dekanat Friesoythe, die sich im Rahmen des entlastenden Dienstes der Gemeindecaritas um Familien mit demenzkranken Angehörigen kümmern. Im Dezember hatten weitere zehn die entsprechende Ausbildung absolviert.
- Hans Rump aus Lastrup, der in 57 Jahren als Fahnenträger das Banner der örtlichen Kolpingfamilie tausend Kilometer getragen hat.
- ein Unternehmer aus Bevern, der als Beispiel für andere steht. Statt wie in den Vorjahren üblich mehr als fünfhundert Weihnachtskarten an Geschäftsfreunde zu verschicken, spendete er 1.000 Euro an die Frühförderung des Caritasvereins Altenoythe.
- die Kinder und das Team des Sankt-Jacobus-Kindergartens in Lutten. Mit einer Basar- und Flohmarktaktion bei einem vorweihnachtlichen Markt erwirtschaftete der Kindergarten rund 1.500 Euro, die jetzt als Spende für zwei behinderte Kinder weitergegeben wurden; für eine so genannte Delfin-Therapie und ein Dreirad für einen halbseitig gelähmten Jungen.
Text: Michael Rottmann | Foto: Michael Rottmann in Kirche+Leben
09.01.2012
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