
Das Offizialat "auf Tour" bei den Kirchenausschüssen: Markus Grote, Uwe Kathmann, Finanzdirektor August Dasenbrock und Gerhard Schumacher (v.l.n.r.).
Offizialat Vechta schließt Veranstaltungsreihe für Kirchenausschüsse ab
Finanz-Perspektiven in den Blick genommen
Oldenburger Land. Als neue Dienstleistung für haupt- und ehrenamtliche Mitglieder der Kirchenausschüsse in den Pfarreien zwischen Nordseeküste und Dammer Bergen hat das Bischöfliche Münstersche Offizialat jetzt zum Jahresende erstmals eine Veranstaltungsreihe über Grundsätze und aktuelle Fragen kirchlicher Haushalte abgeschlossen. Der Kirchenausschuss ist nach Angaben der Bischöflichen Pressestelle in Vechta das von den Gläubigen gewählte Gremien einer Gemeinde, das den Haushalt berät und beschließt; im NRW-Teil des Bistums Münster nennt sich dieses Gremium Kirchenvorstand.
Rund 350 Ehrenamtliche folgten in den vergangenen Wochen den Einladungen aus der Finanzverwaltung des Offizialats. Angeführt von Finanzdirektor August Dasenbrock bereiste ein Expertenteam alle acht oldenburgischen Dekanate (Cloppenburg, Damme, Delmenhorst, Friesoythe, Löningen, Oldenburg, Vechta, Wilhelmshaven) und informierte die Gemeindevertreter über künftige Entwicklungen in der katholischen Kirche des Offizialatsbezirks Oldenburg, wie die Pressestelle berichtet.
Zentrale Buchhaltung wird ausgebaut
Weiter auf- und ausgebaut wird nach Pressestellen-Angaben zur Entlastung der örtlichen Gemeinden eine zentrale Buchhaltung auf der Grundlage modernster Standards der Informationstechnologie im Rechnungswesen. Rechtlich habe die kirchliche Haushaltsführung dem weltweit geltenden Kirchenrecht zu entsprechen. Dazu tritt in Niedersachsen das "Kirchenvermögensverwaltungsgesetz" (KVVG) für die drei Bistümer in diesem Bundesland.
"Das Bischöflich Münstersche Offizialat in Vechta stellt jetzt schon die Weichen, damit die katholische Kirche im Oldenburger Land auch für langfristig zu erwartende Entwicklungen gewappnet ist", heißt es in der Pressemitteilung. Nicht unvorbereitet sein wolle das Offizialat, wenn in zwei Jahrzehnten ab etwa dem Jahr 2031 die geburtenstarken Jahrgänge aus dem Arbeitsleben in den Ruhestand ausschieden und die Anzahl der aktiven Kirchensteuerzahler sinken werde. Dann reduziere sich das Kirchensteueraufkommen. Die Bevölkerungsentwicklung sei aber kein kirchliches, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem, betont der stellvertretende Leiter der Finanzabteilung im Offizialat Vechta, Uwe Kathmann.
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Text: pd | Foto: pd
28.12.2011
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