
In der Bischof Hermann Stiftung stehen besondere Figuren an der Krippe.
Weihnachten bei der Bischof-Hermann-Stiftung
Ein besonderer Gast an der Krippe
Münster. Es ist eine ungewöhnliche Krippe. Sie steht im Kettelerhaus der Bischof-Hermann-Stiftung in Münster, im Pausenraum der Küchenmitarbeiterinnen. Natürlich: Maria, Josef und das Jesuskind sind dort. Auch die Hirten und Könige. Doch es gibt einen besonderen Gast: eine Ordensfrau. "Die Figur soll unsere Dankbarkeit ausdrücken" erklärt Peter Brüggemann. Er ist seit 31 Jahren Geschäftsführer der Bischof-Hermann-Stiftung. "Wir arbeiten hier mit vielen Orden zusammen", sagt er.
Ob Mauritzer oder Lüdinghauser Franziskanerinnen, Vorsehungsschwester, Clemensschwester, ein Kapuziner oder die Schwestern der Gemeinschaft des neuen Weges vom Heiligen Franziskus: Seit langer Zeit sind Ordensschwestern und Mitglieder von geistlichen Gemeinschaften für die Bischof-Hermann-Stiftung tätig.
Brüggemann erinnert sich noch gut: "Ich habe rum gefragt, wer für die Figur ein Ordensgewand schneidern könnte." Doch es habe sich "niemand so richtig ran getraut", sagt er. Schließlich hat der 63-Jährige sich an eine gewandt, die es wissen musste: die Provinzoberin der Mauritzer Franziskanerinnen, Schwester Birgitta. Sie hat unter ihren Mitschwestern eine fähige Schneiderin gefunden. "Besser konnte das niemand machen", sagt Brüggemann.
Auch Handwerker, Hauswirtschafterin und Wirt
Doch nicht nur die Ordensfrau ist ein gern gesehener Gast an der Krippe. Auch einen Handwerker gibt es dort. "Stellvertretend für die Arbeit der Hausmeister in unseren Einrichtungen", erklärt Brüggemann. Dazu die Figur einer Hauswirtschafterin – für alle, die in der Küche tätig sind. Und einen Wirt, einen Herbergsvater. Er symbolisiert die verschiedenen Heimleiter der Bischof-Hermann-Stiftung.
Der damalige münstersche Bischof Hermann Dingelstad hatte die katholische Stiftung 1896 gegründet. So schuf er eine preiswerte und gute Unterkunft für Handwerksgesellen und Alleinstehende, die in Münster Fuß fassen wollten.
Heute sind verschiedene Einrichtungen der Wohnunglosen-, Behinderten- und Jugendhilfe unter dem Dach der Bischof-Hermann-Stiftung vereint: Das Haus der Wohnungslosenhilfe ist eine Notunterkunft und erste Anlaufstelle für Obdachlose. Im Kettelerhaus finden Suchtkranke und psychisch Kranke Hilfe. Auch Jugendliche, die aufgrund ihrer Ausbildung oder ihrer Arbeitsstelle kurzfristig eine Wohnmöglichkeit in Münster suchen, leben im Kettelerhaus. Sie werden von Sozialpädagogen begleitet. Das Christopherushaus bietet Hilfe für Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten. Außerdem ist die Stiftung einer von vier christlichen Trägern des Johannes Hospizes.
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Dossier: Advent und Weihnachten
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Bistumshandbuch: Bischof Dingelstad
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Text: Katharina Deuling | Foto: Katharina Deuling
23.12.2011
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Im Bistum Münster wird derzeit ein neuer Diözesanpastoralplan erstellt. Er soll Schwerpunkte der Seelsorge benennen. Ein erster Entwurf steht zum Herunterladen bereit.
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