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21.05.2012
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Die beiden Schulseelsorgerinnen Doris Hasenkamp-Jakob (links) und Reinhild Runde haben im Paulushaus an der Stadtkirche St. Dionysius in Rheine ein Büro bezogen. Die meiste Zeit werden sie allerdings in den weiterführenden Schulen der Stadt verbringen.

Die beiden Schulseelsorgerinnen Doris Hasenkamp-Jakob (links) und Reinhild Runde haben im Paulushaus an der Stadtkirche St. Dionysius in Rheine ein Büro bezogen. Die meiste Zeit werden sie allerdings in den weiterführenden Schulen der Stadt verbringen.

Mit dem Bulli zum Schulhof

Schulseelsorgerinnen im Einsatz

Rheine. Dichte Lehrpläne, wachsender Notendruck und Unterricht bis in den späten Nachmittag hinein setzen Schüler heute enorm unter Stress. Gut, wenn man da jemanden hat, an den man sich mit seinen Problemen wenden kann. An den weiterführenden Schulen in Rheine stehen dafür mit Doris Hasenkamp-Jakob und Reinhild Runde zwei zusätzliche Ansprechpartnerinnen bereit: Die beiden Religionspädagoginnen arbeiten mit jeweils einer halben Stelle als Schulseelsorgerinnen des Dekanats Rheine.

Seit Dienstantritt sind die beiden Frauen vor allem damit beschäftigt, den Bedarf an den Schulen festzustellen. Neun weiterführende Schulen betreuen Hasenkamp-Jakob und Runde, da fallen die Bedürfnisse naturgemäß sehr unterschiedlich aus: "Es gibt Schulen, da sind Sozialkompetenztage oder Oasentage gefragt, an anderen besteht der Wunsch nach unterschiedlichen Angeboten entlang des Jahres und Kirchenkalenders, an anderen Schulen wiederum soll präventiv gearbeitet werden mit Blick auf Mobbing oder dergleichen", sagt Doris Hasenkamp-Jakob.

Mobbing sei unter Schülern durchaus ein großes Thema, sagt Reinhild Runde. Aber auch Liebeskummer, Notenstress oder die Verarbeitung eines Todesfalls in der Familie seien Probleme, bei denen junge Menschen Hilfe suchten. Doch nicht nur für Schüler haben die Schulseelsorgerinnen ein offenes Ohr: "Alle, die mit dem System Schule zu tun haben, können sich an uns wenden. Das können Schüler und Lehrer sein, aber auch die Eltern oder der Hausmeister."

Im Paulushaus, im Schatten der Stadtkirche St. Dionysius, haben die Schulseelsorgerinnen ein schickes Büro bezogen. Doch wenn es nach den beiden Frauen geht, werden sie dort nur selten anzutreffen sein. Sie wünschen sich, schon bald mit einem Bulli von Schulhof zu Schulhof fahren zu können.

Aus ihren bisherigen Erfahrungen wissen sie nämlich, dass es an manchen Schulen aus Platzmangel nicht immer möglich ist, einen Raum für vertrauliche Gespräche zu schaffen. "Für solche Situationen wäre ein Bulli optimal. Wir könnten in ihm Gespräche führen, unsere Arbeitsmaterialien transportieren und sichtbar Präsenz zeigen", sagt Doris Hasenkamp-Jakob.

Angesichts der enormen Größe ihres Wirkungskreises erheben die beiden Frauen nicht den Anspruch, jedes Problem an jeder Schule lösen zu können. "Wir verstehen uns vor allem als Netzwerkerinnen", sagt Reinhild Runde: "Wir wollen Kontakte knüpfen zu den unterschiedlichen Hilfesystemen, die in Rheine zur Verfügung stehen, wie zum Beispiel Kirchengemeinden, Beratungseinrichtungen oder Jugendzentren."

Für Dechant Meinolf Winzeler ist das eine willkommene Ergänzung der Seelsorge vor Ort. "Schule ist ein wichtiges pastorales Feld", sagt der Pfarrer der Heilig-Kreuz-Gemeinde. "Sie beherbergt Kinder und Jugendliche immer umfassender bis in den Nachmittag hinein. Insofern ist es uns wichtig, als Kirche dort präsent zu sein und uns entsprechend zu vernetzen."

Info:

Das Büro im Paulushaus ist telefonisch erreichbar unter 05971 4591-108.

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Text: Kay Müller | Foto: Kay Müller in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
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