
Ihr Ehrenamt verbindet sie: Sabine Reinermann (l.) und Meike Wiesmann mit ihrer Tochter Katharina.
Mit ganzem Herzen
Engagiert im Vorstand beim SkF Dülmen
Dülmen. Sabine Reinermann ist 52 Jahre alt, Meike Wiesmann 34 Jahre. Den beiden Frauen aus Dülmen ist eins gemeinsam. Sie engagieren sich im Vorstand des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) in Dülmen. Beide sind überzeugt von der Arbeit, die der Verband leistet. Das ist ihre Motivation.
Den ersten Kontakt zum SkF hatte Reinermann 1992. "Mein Mann und ich haben damals einen Antrag auf Adoption gestellt. Deshalb hatten wir Kontakt zum Adoptions- und Pflegekinderdienst", berichtet sie. Zwei Jahre später hat das Ehepaar ein Baby adoptiert. "Immer wieder haben wir die gute Arbeit des SkF erfahren. Daraus hat sich eine Mitarbeit entwickelt", erzählt Reinermann weiter. Das Ehepaar hat sich beispielweise bei Festen für den Fachdienst engagiert. "Wir sind immer weiter in dieses Ehrenamt eingetaucht", sagt die 52-Jährige. Seit vier Jahren ist Reinermann, deren Sohn inzwischen 17 Jahre alt ist, im Vorstand aktiv.
Fünfköpfiges Team
Meike Wiesmann gehört seit der Wahl im November dem SkF-Vorstand als stimmberechtigtes Mitglied an. Zuvor war sie eineinhalb Jahre ein so genanntes kooptiertes Mitglied, also ohne Stimmberechtigung. Die selbstständige Rechtsanwältin kennt die Arbeit des Vereins unter anderem durch ihre berufliche Tätigkeit im Bereich des Familienrechts. "Auf die Idee, mich zu engagieren, hat mich die ehemalige Vorsitzende, Helga Fütterer, gebracht. Sie hat mich angesprochen", berichtet die Mutter einer 13 Monate alten Tochter.
110 Mitglieder zählt der SkF in Dülmen. Den Vorstand bildet ein fünfköpfiges Team. "Wir treffen wichtige Entscheidungen und arbeiten eng mit der Geschäftsführung zusammen. Wir Ehrenamtlichen sind oberstes Entscheidungsgremium", informiert Wiesmann. "Wir sind Ansprechpartnerinnen für die Fachdienste und stehen im Kontakt zu den 28 Mitarbeiterinnen. Wir wollen nah an ihrer Arbeit und dem Alltag der verschiedenen Dienste sein", ergänzt Reinermann. Diese umfassen die Schwangerschaftsberatung ebenso wie das Frauen- und Kinderschutzhaus, die Kindertagespflege, den Adoptions- und Pflegekinderdienst, die Offene Ganztagsgrundschule, die Beratung, Therapie und Konfliktbewältigung sowie den neuen Vormundschaftsverein für junge Frauen und Mädchen.
"Als Vorstand geben wir dem Ganzen unser Gesicht und repräsentieren die Arbeit nach außen", betont Wiesmann. Es sei von Vorteil, dass Frauen in unterschiedlichem Alter sowie mit verschiedenen Berufen und Begabungen vertreten seien.
Wichtig ist den beiden Vorstandsfrauen der christliche Grundgedanke der Nächstenliebe in ihrem Ehrenamt. "Wir helfen Menschen, die Hilfe benötigen. Dafür möchte ich einen Teil meiner Kraft einsetzen", erklärt Reinermann. Auch Wiesmann ist dieser Aspekt ein Anliegen: "Ohne das Ehrenamt würde sich jeder nur um sich selber kümmern. Das wollen wir nicht." Zudem erhielten sie auch viel Persönliches zurück. "Wenn die Frauen, denen geholfen werden konnte, sich bedanken und man dann in ihre Gesichter schaut – das ist unbezahlbar", sagt Reinermann.
Dass sich junge Frauen wie Wiesmann für die Arbeit im Vorstand begeistern lassen, freut Reinermann. "Es ist schwierig, jüngere Frauen für dieses Ehrenamt zu gewinnen. Doch neue Leute bringen immer frischen Wind in die Vorstandsarbeit hinein." Zudem bestehe die Chance, dass sie weitere Jüngere mitbringen. "Ich bin in einer anderen Generation unterwegs und bekomme in meiner Altersklasse mehr mit", nennt Wiesmann einen Vorteil. Zudem richten sich viele Angebote an junge Frauen. "Uns ist bewusst, dass wir eine große Verantwortung tragen. Aber das machen wir gern und mit ganzem Herzen", sind sich die Frauen einig.
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Text: Michaela Kiepe | Foto: Michaela Kiepe in
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