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21.05.2012
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Die gestaltete Leiter als Symbol für die Verbindung zwischen Himmel und Erde.

Die gestaltete Leiter als Symbol für die Verbindung zwischen Himmel und Erde.

Der Kranz ist eine Leiter

Ein Adventskranz der besonderen Art

Waltrop. In der St.-Marien-Kirche in Waltrop gibt es in diesem Jahr wieder einen Adventskranz der besonderen Art. Vier goldene Engel schmücken eine fünf Meter lange Holzleiter, an der zudem vier Leuchter befestigt sind. Vor der Leiter steht eine leere Krippe: eine Adventsleiter statt eines Adventskranzes.

Das diesjährige Thema in der Gemeinde ist angelehnt an die Geschichte aus dem biblischen Buch Genesis (Gen 28), die erzählt, dass Jakob in seinem Traum eine Leiter sieht, die Himmel und Erde verbindet. Engel steigen auf ihr hinauf und hinunter. Am oberen Ende der Leiter sieht er Gott, der ihm Mut macht mit der Zusage einer unvorstellbar wundervollen Zukunft.

"So gesehen kann die biblische Geschichte von der Himmelsleiter verstanden werden als eine adventliche Geschichte", sagt Franz Durkowiak, Vicarius Cooperator der fusionierten Pfarrei St. Peter und im Seelsorgebezirk St. Marien lebend. Gemeinsam mit dem Liturgiekreis St. Marien hat er das Konzept für die diesjährige Adventszeit entwickelt. "Den Entwurf hat der Waltroper Künstler Paul Reding gefertigt. Unsere aktiven Männer der KAB haben die Ausführung übernommen", erklärt er weiter.

Es ist nicht der erste besondere "Kranz" der Gemeinde. Nicht jedes Jahr, aber immer wieder steht die Adventszeit im Seelsorgebezirk unter einem besonderen Aspekt, der die Gestaltung des "Kranzes" bestimmt. "Wir hatten schon ein Schiff, einen Kranz mit den himmlischen Toren Jerusalems, eine Wurzel Jesse, einen Sternenhimmel, einen Dornenkranz mit Rosen", nennt Durkowiak weitere Beispiele.

Verlassen kann sich der 69-jährige Seelsorger, der seit 1988 in der Gemeinde lebt, dabei immer auf die tatkräftige Unterstützung der KAB St. Marien, die insgesamt 110 Mitglieder zählt. Ein sechsköpfiges, handwerklich erfahrenes Team kümmert sich um die Ausführung der verschiedenen Entwürfe. "Bei jedem Projekt sind wir begeistert dabei, denn wir möchten uns als Gruppe für unsere Kirche engagieren. Und wir haben Spaß daran", sagt Winfried Merl. "Wenn unser Präses eine Idee hat, setzen wir diese tatkräftig um", sagt der KAB-Vorsitzende weiter und blickt lachend Durkowiak an. "Er sorgt schon dafür, dass wir immer etwas zu tun haben", ergänzt Bernhard Braukmann mit einem Augenzwinkern.

Die Zusammenarbeit mit Paul Reding ist ebenfalls nicht neu. Vor 13 Jahren begann sie mit dem Bau eines Schiffs aus Holz ebenfalls für die Adventszeit. Der stählerne Kreuzweg mit seinen sieben Stationen auf der Zechenhalde in Waltrop stellte 2007 den Höhepunkt für alle Beteiligten dar. Noch heute kümmern sich die Männer der KAB immer wieder um den Kreuzweg, der – sehr zum Bedauern der Aktiven – auch Vandalen zum Opfer fällt.

Verschiedene Aspekte gäbe es, das Thema Advent über die Jakobsleiter anzusprechen. "Es ist ein adventliches Bild. Wir vertrauen darauf, dass Er unsere Bitte erfüllt und aus seinem Himmel herabsteigt in die Krippe, in der das Kreuz schon vorgebildet ist", erläutert Durkowiak. "Wer auf die Adventsleiter blickt, könnte Trost erfahren, zumal er sehen wird: Sonntag für Sonntag wird das Licht uns näher sein, das Licht, das von oben immer deutlicher herniederstrahlt, um, wie der Evangelist Lukas schreibt, "allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes und unsere Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens"."

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Text: Michaela Kiepe | Foto: Michaela Kiepe in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
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