
Hell, weit und offen wirkt die umgebaute und um das Patrozinium Anna Katharina erweiterte Pfarrkirche der gleichnamigen Gemeinde in Coesfeld.
Ein lichtvoller Festsaal
Coesfelder Anna-Katharina-Pfarrkirche wurde umgestaltet
Coesfeld. Das Staunen war groß, als die Gemeindemitglieder am ersten Adventssonntag (27.11.2011) nach zwei Jahren wieder in ihre Pfarrkirche kamen. Hell, weit und offen wirkt die umgebaute und um das Patrozinium Anna Katharina erweiterte Pfarrkirche der gleichnamigen Gemeinde in Coesfeld. Das Seitenschiff wurde durch große Milchglasscheiben geschlossen. Dahinter verbirgt sich die neue Ludgeruskapelle, ein Verbindungsglied zwischen der Kirche und dem neu erbauten Pfarrzentrum.
"Wir haben den Kirchenraum beruhigt, indem wir etwas weggenommen haben. Er wurde auf das Wesentliche reduziert, damit Kreuz und Altar in den Mittelpunkt rücken", erläutert Eckhard Scholz, Architekt aus Senden. Die unterschiedlichen Bögen wurden rechteckig gearbeitet. Das den Altarraum zuvor dominierende Mosaik wurde übergeputzt. "Aber es kann jederzeit wieder hervorgeholt werden", erklärt er. Durch den Umbau bilden das neue Pfarrzentrum und die Anna-Katharina-Pfarrkirche eine Einheit.
Ludgerus-Kirche geschlossen
Eine Woche vor der Eröffnung der Pfarrkirche war am Christkönigssonntag (20. November 2011) die St.-Ludgerus-Kirche für immer geschlossen worden. Dieser Abschied fiel vielen Gemeindemitgliedern nicht leicht. Doch zahlreiche Ausstattungsgegenstände der profanierten Kirche finden sich in der neuen Pfarrkirche wieder: Der Taufbrunnen steht am Eingangsportal. Aus einem Stück des Altars wurde die Stele für den Tabernakel gearbeitet. Der Korpus des Kreuzes wurde vergoldet und schmückt nun das große Stahlkreuz in der Apsis. Es strahlt in die Gemeinde hinein.
"Wir sind eine glückliche Gemeinde", meinten denn auch Hannelore Köning, stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands, und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Christian Kraft strahlend. Sie dankten in ihrer Ansprache dem Bistum, das durch eine großzügige Finanzierung den Bau des Pfarrzentrums und den Umbau der Pfarrkirche erst ermöglicht hätte. "Wir sehen dies als Anerkennung für unsere Arbeit während der Fusion", sagte Köning.
Zentrum für 10.700 Gläubige
Mit dem Pfarrheim und der Pfarrkirche wurde ein Zentrum für die 10.700 Gläubige zählende Gemeinde geschaffen. "Durch die enge Verbindung von Kirche und Pfarrheim, die Bücherei im Foyer und dem großen Saal entstehen für uns neue Möglichkeiten des Gemeindelebens", erklärte Pfarrer Johannes Hammans. Auch Weihbischof Dieter Geerlings lobte die gelungene Lösung, ein Zentrum in der Gemeinde zu schaffen.
Text: Michaela Kiepe | Foto: Michaela Kiepe
28.11.2011
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