
Barbara Niesing aus Münster erhielt für ihr Foto "Nightfever in St. Lamberti" einen ersten Preis.
Gewinner des Fotowettbewerbs "An was glauben Sie denn?" gekürt
Bilder von Taufen, Prozessionen, Geistlichen und Gläubigen
Telgte. Spielt Glaube in der heutigen Zeit keine Rolle mehr? "Weit gefehlt. Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, dem begegnen zahlreiche Zeugnisse des Glaubens. Das ist jedenfalls eines der Ergebnisse unseres Fotowettbewerbs", konstatiert Christiane Cantauw, Geschäftsführerin der Volkskundlichen Kommission für Westfalen, die die Westfalen vor etwa vier Monaten gemeinsam mit Anja Schöne vom Telgter Museum für religiöse Kultur, Religio, dazu aufgerufen hatte, Fotografien zum Thema "An was glauben Sie denn?" einzusenden.
Am Sonntag (25.09.2011) wurden die zehn Preisträger im Telgter Rathaus ausgezeichnet, gleichzeitig eröffneten LWL-Kommission und Museum im Telgter Rathaus eine Ausstellung mit 50 Fotos aus dem Wettbewerb.
Bild "Nightfever in St. Lamberti" erhielten ersten Preis
Die Jury vergab drei erste Preise (je 100 Euro) für sehr unterschiedliche Motive: Während das Bild "Nightfever in St. Lamberti" von Barbara Niesing aus Münster eine Anbetungsszene aus einer katholischen Kirche zeigt, überzeugte Wolfgang Menzel aus Warendorf die Jury mit einem Foto eines Hindu-Tempelfestes in Hamm. Das Foto "Peace" von Johanna Mackowiak aus Saerbeck beschäftigt sich schließlich nach der Sinnsuche außerhalb der großen Weltreligionen.
Sachpreise gingen an: Claudia Drees aus Münster (Sternsinger), Thomas Kühnel (Betbank im Halbdunkel), Mechthild Teigeler aus Liesborn (Krankensalbung), Agnes Steinriede aus Münster (Schutzengel), Katja Söltenfuß aus Münster (betende Hände), Meinolf Kaiser aus Meschede (Feldprozession) und Franz Niesing aus Münster (Pfarrer beim Kickerturnier).
200 Fotos eingereicht
Insgesamt wurden fast 200 Fotos eingereicht. Angefangen mit Szenen aus dem alltäglichen Leben über religiöse Bräuche bis hin zu Bildern vom Glaubensleben außerhalb Deutschlands war die Bandbreite an Themen und Motiven groß: Das Tempelfest der Hindus in Hamm, Osterfeuer, Prozessionen, Pfarrfeste aber auch Taufe, Kommunion und Firmung waren ebenso Thema für die Einsender wie die fotografische Auseinandersetzung mit den Themen Kreuz oder Tod.
"Wir haben außerdem festgestellt, dass das Thema Religion die Menschen auch im Urlaub nicht loslässt. Ein äthiopischer Mönch, die Klagemauer in Jerusalem oder eine Taufe bei minus 35 Grad in Russland zeigen, wie viel Interesse fremden Religionen entgegengebracht wird", so Cantauw.
Ausstellung bis zum 10. Oktober zu sehen
Die Ausstellung im Telgter Rathaus ist bis zum 10. Oktober zu sehen. "Außerdem wird ein Teil der Fotografien auch in der neu konzeptionierten Ausstellung unseres Museums gezeigt", freut sich Anja Schöne. "Im Namen der Volkskundlichen Kommission für Westfalen und des Museum religiöser Kultur, Religio, möchten wir allen danken, die sich die Mühe gemacht haben, über das Thema nachzudenken, nach Motiven zu suchen und Fotos einzureichen. Das Ergebnis kann sich auf jeden Fall sehen lassen", resümieren Cantauw und Schöne.
Mehr zum Thema im Internet:
Text: pd | Foto: pd
26.09.2011
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