
Agnes Richter (l.) und Elfriede Tecklenborg kümmern sich regelmäßig um die kleine Kapelle "Maria im Forst" in Hohenholte.
Frische Blumen für Glaubensdenkmal
Marien-Kapelle im Hohenholter Forst
Havixbeck-Hohenholte. Kerzen, Karten und Gebete finden Agnes Richter und Elfriede Tecklenborg regelmäßig in der Kapelle im Forst im Havixbecker Ortsteil Hohenholte. Seit vielen Jahren kümmern sich die beiden Frauen um den in den 1950er Jahren von der Pfarrgemeinde St. Georg errichteten Bildstock. "Soviel ich weiß, stammt die Marienfigur aus unserer Kirche. Sie ist in den Forst gebracht worden, da sie als Marmorfigur nicht zu den anderen Heiligendarstellungen, die aus Holz waren, passte", berichtet Elfriede Tecklenborg. Irgendwann, wann weiß sie gar nicht mehr so genau, hat sie gemeinsam mit ihrer Mutter die Pflege der idyllisch gelegenen Kapelle übernommen. "Das war zu dem Zeitpunkt, als die Vorsehungsschwestern ihren Konvent im Dorf aufgelöst haben", erzählt sie weiter.
"Die Blumen für den Blumenschmuck stammen aus unseren Gärten. Wir säen sie im Frühjahr extra dafür ein", berichtet Agnes Richter, die vis-a-vis von Familie Tecklenborg wohnt und sie seit zehn Jahren unterstützt. "Und wenn wir keine Blumen mehr haben, dann stellen wir keine davor", fügt ihre Nachbarin hinzu. Meistens ein Mal in der Woche machen sich die beiden Frauen mit dem Fahrrad auf den Weg zu dem zirka 500 Meter entfernten, mitten im Wald gelegenen Glaubenszeugnis. Zum normalen "Pflegeprogramm" gehört es beispielsweise, die großen Vasen auszuputzen, den Blumenschmuck zu erneuern, vor der Kapelle zu harken und die Spinnenweben zu entfernen. Arbeit, nein, Arbeit sei ihr Ehrenamt nicht. "Wir freuen uns immer, wenn es gut aussieht", sind sich die beiden Frauen einig.
Doch wenn die Prozession Halt macht oder eine Maiandacht vor dem Bildstock stattfindet, schmücken sie natürlich mehr. Ein kleiner Altar für die Prozessionen und den wöchentlich frischen Blumenschmuck ist bei der Errichtung mitgeplant und gebaut worden. "Dort werden ebenfalls Kerzen abgestellt. Es passiert selten, dass wir zur Muttergottes kommen, und es brennen keine Kerzen", berichtet Tecklenborg.
Doch die beiden Frauen sind im Dorf nicht die Einzigen, die sich um den Erhalt des Bildstocks kümmern. "Das Ehepaar Diethild und Maik Krawinkel hat in diesem Jahr die Kapelle wieder frisch gestrichen. Das haben sie vor elf Jahren schon einmal gemacht", berichtet Tecklenborg. Auch die örtliche Theatergruppe habe sich handwerklich eingesetzt. Viele Menschen, ob Jogger, Spaziergänger oder Radfahrer, kämen an der "Maria im Forst" vorbei. "Es ist ein wunderbares Umfeld", sagt Richter mit Blick auf Bäume und Bänke, die zu einer Rast einladen.
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Text: Michaela Kiepe | Foto: Michaela Kiepe in
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19.09.2011
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