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26.09.2016
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Weihbischof Stefan Zekorn.

Weihbischof Stefan Zekorn spendet zum letzten Mal den sakralen Segen in der St.-Theresia-Kirche in Hamm-Heessen.

Ein schwerer Abschied

St.-Theresia-Kirche in Hamm-Heessen ist profaniert

Hamm-Heessen. Einen "schmerzlichen Einschnitt" erfuhren die Besucher der St.-Theresia-Kirche im Hammer Stadtteil Heessen. In der Kirche, die seit 2004 zur Katholischen Kirchengemeinde Papst Johannes gehört, wurde jetzt ein letzter, feierlicher Gottesdienst zelebriert, bevor Weihbischof Stefan Zekorn das Gotteshaus profanierte. Von nun an besteht der Gemeindeverbund nur noch aus der Pfarrkirche St. Stephanus und den beiden Filialkirchen St. Marien und St. Josef.

Fast 50 Jahre lang wurden in der 1964 erbauten St.-Theresia-Kirche Gottesdienste gefeiert, Sakramente gespendet und Hochämter begangen. Nach der Profanierung soll nun in der Kirche ein Archiv eingerichtet werden.

Zahlreiche Gemeindemitglieder waren erschienen, um gemeinsam Abschied zu nehmen, von einer Kirche, die viele Menschen das ganze Leben lang begleitet hat. Wie Weihnachten oder Ostern muss es einem Außenstehenden vorgekommen sein, mit den bis auf den letzten Platz besetzten Bänken, dem großen Einzug und den vielen Messdienern. Doch anders als während der weihnachtlichen Festzeit herrschte in der St.- Theresia-Kirche keine feierliche, freudige, sondern eine bedrückende, traurige Stimmung.

Weihbischof Zekorn ließ die Gemeindemitglieder in seiner Begrüßung vor Beginn des Gottesdienstes wissen, dass er die Gefühle der Gemeinde gut nachvollziehen könne. "Meine eigene Heimatkirche sieht der St.-Theresia-Kirche sehr ähnlich, sie ist ungefähr zur gleichen Zeit erbaut worden und besitzt auch äußerlich große Ähnlichkeiten."

Der Begrüßung durch Weihbischof Zekorn und Dechant Wilhelm Lohle folgte ein großer Einzug, in dem auch die Fahnenträger der Vereine KAB St. Theresia und St. Josef, der Pfadfinder und des Schützenvereins mitgingen.

In seiner Predigt beschrieb Weihbischof Zekorn die Profanierung der St.-Theresia-Kirche als einen sehr schmerzvollen Prozess. "Heute gilt es, von dieser Kirche als Kirche Abschied zu nehmen. Über Jahre, Jahrzehnte hinweg waren viele Menschen mit dieser Kirche verbunden, zahlreiche Lebensgeschichten sind mit ihr verwoben."

Die Schließung von Kirchen sei ein dramatisches Zeichen für den Glaubensschwund in der Welt. Der Glaube sei nicht mehr selbstverständlich, die Gesellschaft zweifle. "Wir alle erleben, dass die Ehrfurcht vor dem Glauben und vor der Kirche schwindet. Doch wie können wir damit umgehen? Was sagt uns Gott?"

Der Weihbischof griff zurück auf Worte aus dem Evangelium. "Komme was wolle, Gott ist bei uns. Gott hat uns in der Hand, Jesus ist mit uns und wir mit ihm."

Auch wenn keine Gottesdienste mehr in St. Theresia stattfinden, soll der gesamte Gebäudekomplex, bestehend aus Kirchbau, Kirchturm und Pfarrheim, erhalten bleiben. Die Glocken werden in Zukunft jeden Tag drei Mal zum Engel des Herrn läuten.

Dechant Wilhelm Lohle, der sich eine Begegnung mit Weihbischof Zekorn "unter anderen Umständen" gewünscht hätte, verlas nach Beendigung der Eucharistiefeier, sichtlich bewegt, den offiziellen Brief über die Profanierung der St.-Theresia-Kirche.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche von A bis Z: Profanierung
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Text: Judith Wiesrecker | Foto: Judith Wiesrecker in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
18.07.2011

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