
Domkapitular Stefan Sühling, Weseler Kreisdechant.
Hoffnung, Mut und Zuversicht
Kreisdekanatsversammlung: Neue pastorale Strukturen
Wesel. Zum zweiten Mal treffen sich die Delegierten des Kreisdekanats Wesel zu einer außerordentlichen Kreisdekanatsversammlung. Nachdem im Februar die pastoralen Strukturen in Xanten vorgestellt worden waren, soll auf dieser Versammlung ausreichend Raum sein, die anstehenden Fragen und Probleme, aber auch die Chancen der Veränderungsprozesse in den Pfarreien zu beraten. Das jedenfalls ist die Vorstellung von Kreisdechant Stefan Sühling, der die Vorsitzenden der Pfarrgemeinderäte sowie weitere Mitglieder der kirchlichen Gremien und interessierte Christen aus den Pfarren am Samstag (09.07.2011) um 9.30 Uhr in das Josef-Jeurgens-Haus in der Königstraße 1 in Kamp-Lintfort eingeladen hat.
Wie können Ortsausschüsse gebildet und beauftragt werden? Was dürfen diese und welche Möglichkeiten der Beteiligung bieten sie? – So lautet ein zentraler Aspekt des Vormittags. – Wie wird ein Pastoralplan entwickelt? Was bringt ein Pastoralplan für die seelsorgliche Planung in der neuen Pfarrei, und welche Schritte sind sinnvoll zu gehen? – heißt der zweite Aspekt. Zu beiden Punkten sind Referenten eingeladen. Pfarrer Guido Wachtel aus St. Georg Vreden wird über die Bedeutung der Ortsausschüsse referieren. Pastoralreferentin Ute Gertz, Mitarbeiterin der Fachstelle Gemeindeentwicklung im Generalvikariat, berät die Delegierten zum Thema Pastoralplan.
"Es geht nicht in erster Linie darum, Rezepte zu verteilen, sondern sich dem großen unbekannten, mit vielen Fragezeichen und Unsicherheiten versehenen Prozess des Zusammengehens der Gemeinden zu großen Einheiten zu nähern und erste Antworten auf die vielfältigen Fragen zu erhalten und miteinander auszutauschen. Dazu braucht es etwas mehr Zeit und Konzentration, als an Abendterminen gewöhnlich zur Verfügung steht", sagte Kreisdechant Stefan Sühling gegenüber Kirche+Leben. Er wisse, dass Fusionen nie ohne Schmerz und Veränderungen vonstatten gingen. Es gehe nicht ohne die Erfahrung, dass man Abschied nehmen müsse. Aber: "Hoffentlich nehmen die Delegierten das Gefühl mit, dass solche Fusionsprozesse gestaltbar sind und dass das Kirche sein vor Ort dadurch eine andere und hoffentlich zukunftsweisende Qualität bekommt. Hoffnung, Mut und Zuversicht wären gut für die kommende Zeit."
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Text: Jürgen Kappel | Foto: Michael Bönte in
Kirche+Leben
08.07.2011
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