
Die zerstörte Christus-Statue und das beschädigte Kreuz am Wexter Kalvarienberg.
Blanke Zerstörungswut
Wexter Kreuz in Heek zerschlagen
Heek. Ziel unfassbarer Zerstörungswut wurde das Wexter Kreuz am Wexter Kalvarienberg, an der Landstraße 574 zwischen Nienborg und Epe gelegen. Das im Jahr 1895 errichtete Kreuz erstrahlte an Pfingsten 2010 in neuem Glanz und wurde im Rahmen der Kreuzwoche des vergangenen Jahrs durch Pfarrer Josef Leyer von der Gemeinde Heilig Kreuz in Heek unter großer Beteiligung aus den Familien des Schützenvereins Wext-Ammert-Wichum-Callenbeck gesegnet.
Mit finanziellem Aufwand der Heeker Pfarrei, durch Spenden und zahlreiche freiwillige Leistungen wurden damals die Arbeiten ausgeführt. Die Außenanlagen und Treppenanlage wurden erneuert. Der Altarblock wurde gegen ein tragfähiges und frostsicheres Betonfundament ausgetauscht. Anstelle des alten hölzernen Korpus wurde ein aus Sandstein errichtetes Kreuz – eine originalgetreue Nachbildung – auf einer Natursteinplatte errichtet. "Die Kosten betrugen knapp 10.000 Euro", blickt Pfarrer Leyer zurück.
Dieses Zeichen der Volksfrömmigkeit wurde auf nicht nachvollziehbare Art und Weise zerstört. So wurde die Christus-Statue und eine davor platzierte Blumenschale zertrümmert. Dem bekrönten Kruzifix wurden die Gliedmaßen gewaltsam entfernt. Die Arme wurden abgerissen und die Füße von den Beinen getrennt. Die linke Hand hängt am Kreuz, während die rechte Hand unter dem Kreuz liegt. Ebenso wurden das Kreuz und die an der Anlage befindlichen Blumenkübel beschädigt.
"Wie alle Helfer und Spender bin ich erschüttert und traurig, dass so etwas passiert", sagt Pfarrer Leyer. Zwischen der ländlichen Bevölkerung Nienborgs und dem Wexter Kreuz besteht eine hohe Identifikation. Am Fuß des Wexter Kreuzes feiert der Schützenverein Wext-Ammert-Wichum-Callenbeck am ersten Juli-Wochenende sein traditionelles Schützenfest.
"In der Gemeinde Heilig Kreuz ein Kreuz derart zu zerstören, hat schon negativen Symbolcharakter", ist für den Seelsorger die Tat mehr als eine Sachbeschädigung. Pfarrer Leyer macht keinen Hehl daraus, dass er Angst davor hat, dass sich derartige Taten wiederholen.
Vor Ostern 2011 wurde ein Wegkreuz auf der Kridtstraße in Nienborg beschädigt. Aus diesem Grund hat die Pfarrei auch im aktuellen Fall die Polizei eingeschaltet und Anzeige gegen Unbekannt wegen "Gemeinschädliche Sachbeschädigung" erstattet.
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Text: Martin Mensing | Foto: Martin Mensing in
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04.07.2011
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