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21.05.2012
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Firmlinge.

Die Firmlinge hatten Freude, eigene Kreuze herzustellen.

Jedes Kreuz eine persönliche Kreation

Firmlinge erstellten kleine Silberkreuze

Dorsten. Die 13- bis 15-jährigen Mädchen und Jungen, die kurz vor der Firmung stehen, saßen im Jugendheim von St. Agatha in Dorsten gemeinsam an einem großen Tisch. Auf diesem sah es nicht nur aus wie an einer Werkbank, auch die Geräusche waren entsprechend. Mit Eifer wurde Metall gesägt, geschliffen, gebohrt und gefeilt. Zwei Gruppen von Firmlingen der St.-Agatha-Gemeinde waren der Einladung ihrer Gemeinde und der Goldschmiedemeisterin Katja Osterhoff-Genz gefolgt, kleine Kreuze aus Silber als Halsschmuck selbst anzufertigen und sie bei der bevorstehenden Firmung zu tragen. Fachlich von Osterhoff-Genz und geistlich von Katechetin Margaretha Sailer und Pastoralreferent Stefan Biesterfeld betreut, entstanden mit Herz und Hand kleine Kunstwerke mit großem Glaubenshintergrund.

Zentrales Symbol

Im Christentum ist das Kreuz das zentrale Glaubenszeichen.Mit dem Sakrament der Firmung werden die Jugendlichen durch die Kraft des Heiligen Geistes im Glauben gestärkt. Sie gehen eine engere Bindung mit der Kirche ein. Außerdem wird durch die Firmung die Taufe vollendet in der Hinsicht, dass der Gefirmte nun uneingeschränkt der Kirche angehört.

Die Firmlinge, eingeteilt in zwei Gruppen, waren im Jugendheim mit Eifer und Freude dabei, bis die kleinen Kunstwerke fertig waren und anschließend in der Krypta von St. Agatha von Diakon Michael Jakob gesegnet werden konnten. Kein Kreuz glich dem anderen. Jedes Schmuckstück war eine persönliche Kreation.

Zuerst wurden auf Papier Entwürfe gezeichnet, dann das Kreuz aus dem Silberplättchen ausgeschnitten, zurechtgefeilt, Ecken und Kanten poliert. "Es war spannend, das Kreuz selbst zu machen, und ich werde es zum Andenken auch nach der Firmung weiter tragen", sagte Jan Wetters (15). Ann-Kathrin Terwellen (13) formulierte es ähnlich: "Es wird mich immer an die Firmung erinnern." Lukas Samson, 15 Jahre, fühlte sich angesprochen von der Handwerkskunst. "Mein Kreuz werde ich polieren, denn es soll glänzen. Ich werde es mit einer Gravur versehen. Ich habe noch nie ein Schmuckstück selbst entworfen und gefertigt. Mein Kreuz werde ich bei der Firmung tragen." Hendrick Büncker (14), dem die Herstellung des kleinen Silberkreuzes sichtlich Spaß machte, sagte, dass er durch die Firmung seiner Kirche näher trete und sein Glaube dadurch bestärkt werde.

An Firmung erinnern

Das Anfertigen der Silberkreuze als Schmuck fand in St. Agatha bereits zum zweiten Mal statt. Pastoralreferent Stefan Biesterfeld ist begeistert von der Kreuz-Aktion: "Dadurch werden den Firmlingen geistliche Impulse gegeben." Auch Osterhoff-Genz ist immer wieder von der Freude der Jungen und Mädchen fasziniert, mit wie viel Geschick und Eifer sie bei der Sache sind. "Da fließt immer auch Herzblut in das Schmuckstück!"

Die Halterner Goldschmiedemeisterin leitet solche Aktionen vor der Firmung in mehreren Kirchengemeinden im Dekanat und darüber hinaus. Denn die Jungen und Mädchen lernen dabei nicht nur Geistliches zu den Themen Kreuz und Firmung, sondern auch praktische Handhabungen: den Umgang mit Metallen, Säge, Poliermaschine und Feile. Dieser Nachmittag wird ihnen noch lange nach der Firmung in Erinnerung bleiben.

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Text: Maria Nienhaus | Foto: Maria Nienhaus in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
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