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21.05.2012
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Doris Gröniger und Pfarrer Johannes Arntz

Doris Gröniger, Pfarrgemeinderatsvorsitzende in Erle, und Pfarrer Johannes Arntz sehen viele Chancen für die neue Gemeinde.

Raesfelder Gemeinden wachsen zusammen

Mit Augenmaß eine neue Einheit der Pfarrei schaffen

Reasfeld. "Noch ist St. Silvester eine selbstständige Pfarrgemeinde", betont der Raesfelder Pfarrer Johannes Arntz, der infolge des krankheitsbedingten Ausscheidens des Erler Pfarrers Franz-Josef Barlage dessen Tätigkeit im März 2010 übernahm. Dieser Schritt des Zusammenwachsens wird auch durch eine weitere Zusammenarbeit der beiden Pfarrgemeinden untermauert.

Neben der schon bestehenden gemeinsamen Wallfahrt nach Kevelaer, der gemeinsamen Mai-Andacht und dem ökumenischen Gemeindebrief planen die Pfarrgemeinderäte nun auch eine gemeinsame "Hagelfeier" in diesem Jahr. Doch trotz der zahlreichen gemeinsamen Aktionen der Pfarreien St. Martin in Raesfeld und St. Silvester in Erle legt Pfarrer Arntz ebenso großen Wert auf die Eigenständigkeit der Gemeinden: "Mir ist es sehr wichtig, dass diese erhalten bleibt und es immer mehr gelingt, in der größeren Einheit die Traditionen der jeweiligen Gemeinde einzubinden und abzusichern." Ähnlich regeln auch die Pfarrgemeinderäte ihre Zusammenarbeit. Es werden gemeinsame Sitzungen einberufen, dennoch bleiben die Gremien weitgehend autonom, solange noch zwei selbstständige Gemeinden existieren. Solche Maßnahmen sind laut Doris Gröniger, der Vorsitzenden des Pfarrgemeinderats in Erle, sehr zufriedenstellend und machen deutlich, "dass die Gemeinden den Weg zueinander ebnen und sich aufeinander einlassen".

"Auch nachdem ich meine Arbeitsbereiche vor einem Jahr aus St. Martin nach St. Silvester ausgeweitet habe, bleibt der emeritierte Pfarrer Barlage weiterhin eingebunden", sagt Arntz. "Er feiert regelmäßig die Werktagsgottesdienste in Erle und ist im Sonntags- und Predigtdienst eingeteilt." Denn das umfangreiche Angebot an Gottesdiensten für Raesfeld, Rhedebrügge und Erle ist für einen Pfarrer kaum zu bewältigen. So sind es sechs Eucharistiefeiern am Sonntag und acht heilige Messen an den Werktagen, die den Gläubigen auch weiterhin erhalten bleiben sollen.

Die Zukunft und die nahe Zusammenlegung der beiden Gemeinden sieht Arntz unter dem Motto: "Was sinnvoll ist, soll möglichst eigenständig bleiben, und was notwendig ist, soll zusammengeführt werden."

Das heißt, dass auch in dem gemeinsamen Kirchenvorstand denjenigen die Verantwortung übergeben werden muss, die sich vor Ort mit ihrer Kirche und ihren Einrichtungen verbunden fühlen. Um auf die Fusion, die die Diözese Münster spätestens für das Jahr 2015 vorsieht, vorbereitet zu sein, gelte es nun, identitätsstiftende Aktionen anzubieten, "wo wir uns als Christen von Raesfeld, Erle und Rhedebrügge gemeinsam erfahren und einander im Glauben stärken", sagt Arntz.

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Text: Ann-Christin Bleker | Foto: Ann-Christin Bleker in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
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