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21.05.2012
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Monika Schagen-Müdders.

Gott zu erleben ist für Monika Schagen-Müdders Grund genug, anderen Menschen eine Wallfahrt zu ermöglichen.

Monika Schagen-Müdders ist ehrenamtliche Pilgerbegleiterin

Aus Liebe zur Marienstadt Kevelaer

Kevelaer. Ihre Liebe zu Kevelaer ist nicht zu überhören. "Kevelaer ist ein besonderer Ort. Er hat so etwas Warmes, Freundliches. Mir tut er gut", sagt Monika Schagen-Müdders. Aus Krefeld ist sie Anfang 2011 nach Kevelaer zurückgekehrt, "weil mir ohne diese Stadt etwas gefehlt hat". Dort engagiert sie sich als ehrenamtliche Pilgerbegleiterin – um ein Zeichen zu setzen und andere Menschen an den glücklichen Momenten des eigenen Lebens teilhaben zu lassen.

Konkret begleitet Monika Schagen-Müdders künftig solche Menschen zur Wallfahrt, die ohne fremde Hilfe kaum oder gar nicht zurechtkommen. Beispielsweise ältere Menschen, Menschen mit Behinderung oder Gruppen, die eine Betreuung an ihrer Seite benötigen. Ehrenamtliche wie sie sollen zum Gelingen von religiösen Tagen für andere beitragen, lautet die Zielvorstellung des Caritasverbands Geldern-Kevelaer, der die ehrenamtliche Pilgerbegleitung für Kevelaer als Projekt entwickelt und eine zehnköpfige Gruppe geschult hat. Je nach Bedarf werden die Begleiter künftig im Rahmen der Wallfahrt sowie bei der Freizeitgestaltung, beispielsweise einem Cafébesuch, eingesetzt.

Die 67-Jährige hat selbst vor zehn Jahren ihre Leidenschaft zum Pilgern entdeckt. Der Jakobsweg ist für sie "das Tollste überhaupt". Die persönlichen Erlebnisse seien unbeschreiblich. "Das muss man selbst erfahren", sagt sie. Mit einem elf Kilogramm schweren Rucksack geht sie auf Pilgertour. Gott in der Natur zu erleben, gebe ihr Halt für viele Stunden im Alltag, sagt sie. "Gott ist schließlich überall." Diese Kraft möchte sie an andere Menschen weitergeben. Aufgrund dieser Erfahrungen ist sie im Einklang mit sich, ihrer Umwelt und ihren Mitmenschen.

"Solange es mir gut geht, möchte ich Menschen, die durch ihr Alter oder eine Behinderung beeinträchtigt sind, an dieser Erfahrung teilhaben lassen", sagt die Kevelaererin. Auf dem Pilgerweg möchte sie niemandem eine Richtung aufzwingen. Wünsche fügt sie respektvoll in den Pilgerweg ein. "Wenn jemand traurig ist und über etwas sprechen möchte, spende ich gern Trost." Schließlich seien viele Menschen einsam und ausgegrenzt – ihnen eine Freude zu bereiten, gebe auch ihr ein gutes Gefühl.

Was sie sich für Kevelaer wünscht? Die Antwort kommt spontan: "Ein Pilgercafé." Und das, obwohl es doch bereits jede Menge Gastronomie in dem Marienwallfahrtsort gibt. Doch es soll etwas anderes sein, meint die gelernte Zeichnerin für Textilentwürfe: "Ein ganz einfaches Café, in dem der Pilger mit seinem Rucksack verweilen kann und für kleines Geld ein Getränk bekommt", sagt sie.Sie hat viele Pläne und möchte sich gern dafür engagieren, diese umzusetzen. Das betrifft auch den Ausbau ihrer Pilgergruppen-Begleitung.

Informationen zur Gruppe der ehrenamtlichen Pilgerbegleiter gibt es im Freiwilligen-Zentrum des Caritasverbands Geldern-Kevelaer, Tel: 02831 / 939552.

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Text: Katrin Reinders | Foto: Katrin Reinders in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
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