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27.08.2016
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Silvia Egelkamp.

Silvia Egelkamp mit einem Schutzengel.

Der letzte Ausweg für Jugendliche

Jugendschutzstelle in Hörstel

Hörstel. Wenn alles quer zu laufen scheint und die Welt auf dem Kopf steht, müssen Jugendliche nicht verzweifeln. Für sie gibt es eine Schutzstelle, die für Geborgenheit sorgt.

Ein großer Schutzengel mit Flügeln aus Federn hängt im Eingangsbereich des neuen Hauses der Jugendschutzstelle in Hörstel. Jugendliche, die in der Jugendschutzstelle Zuflucht fanden und anschließend in einer Wohngruppe untergebracht wurden, haben ihn für die "Schutze", wie sie diese Einrichtung nennen, gefertigt.

Nicht nur im Eingang, in allen Räumen des neuen Gebäudes findet man Schutzengel, gemalt oder gebastelt. Sie sind ein Zeichen dafür, was diese Einrichtung für Kinder und Jugendlichen bedeutet: Schutz.

Mehr als 300 Mal im Jahr nimmt die Jugendschutzstelle Kinder und Jugendliche aus dem Kreis Steinfurt und aus allen Gesellschaftsschichten auf. Jugendliche bleiben durchschnittlich zwei bis drei Wochen, bei Kindern bis zu zehn Jahren, die in "Inobhutnahmefamilien" untergebracht werden, dauert es oft ein halbes bis zu einem Jahr, bis geklärt ist, wie es weiter geht.

"In diesem Bereich ist unsere Not am größten. Wie suchen Familien im ganzen Münsterland, die sich vorstellen können, kurzfristig Kinder in ihrer Familie aufzunehmen", appelliert Einrichtungsleiterin Silvia Egelkamp an "stabile" Familien, sich bei ihr zu melden.
 
Acht Plätze und zwei Notplätze sind in dem Haus vorhanden. Betreut werden die Jugendlichen 24 Stunden am Tag. Meistens sind es Jugendämter oder die Polizei, die aufgegriffene Kinder und Jugendliche dort unterbringen, bis geklärt ist, ob sie in ihre Familien zurück können, oder ob eine anderweitige Unterbringung erforderlich ist.

Zunächst ist es aber wichtig, dass die Jugendlichen in einem geschützten Haus leben. Durch intensive Gespräche und Ursachenforschung, das Ausloten aller Möglichkeiten, Gespräche mit den Eltern, eventuelle weiterführende Hilfsangebote, wie zum Beispiel eine Betreuung der Familie, wird nach Perspektiven gesucht.

"Erstes Ziel ist immer, eine Rückkehr in die Familie zu erreichen. Doch manchmal ist dieses nicht möglich, zum Beispiel wenn Eltern aufgrund eigener psychischer Probleme nicht in der Lange sind, ihre Kinder zu versorgen oder Eltern Suchtprobleme haben", sagt Engelkamp.

Die Jugendlichen wissen, was das Haus für sie bedeutet. "Sie haben oft Probleme, Regeln einzuhalten", sagt Egelkamp. "An eine Regel aber halten sich alle: Die Haustür der Schutzstelle wird keinem Fremden aufgemacht." Wer dort aufgenommen wird, weiß, was Schutz bedeutet.

Text: Marianne Sasse | Foto: Marianne Sasse in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
14.03.2011

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