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15.11.2018
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Änne Büscher und Karl Bornemann.

Änne Büscher erhält von Karl Bornemann die letzte Ausgabe des "Sendboten".

Karl Bornemann trug viele Jahrzehnte die Zeitschrift "Sendbote" aus

Das letzte "Blättken" nach 106 Jahren

Telgte-Raestrup. Mit der Dezember-Ausgabe 2010 hat sich der "Sendbote" nach langer Zeit aus seinem Leserkreis verabschiedet. Für die Missionare von der Heiligen Familie in der Deutschen Provinz ein schmerzlicher Einschnitt. Sie verlieren damit ihr ordenseigenes Magazin mit langer Tradition, das von Betzdorf aus jahrzehntelang in die Welt gesandt wurde.

Der "Sendbote" bestand seit 1904 und wurde vom Ordensgründer Pater Johannes Berthier ins Leben gerufen. Die Kongregation der Missionare von der Heiligen Familie wurde gegründet, um Spätberufenen und finanziell schlecht gestellten jungen Männern den Weg zum Ordens- und Priesterberuf und zur missionarischen Tätigkeit zu ermöglichen. Mit dem Magazin wollte man dieses Ziel des Ordens unterstützen. Weiterhin betonten die Missionare von der Heiligen Familie die Familienseelsorge. Man ließ aber auch nicht außer Acht, zu aktuellen Problemen in Kirche und Welt kritisch Stellung zu nehmen.

Den "Sendboten" gab es über sein Verbreitungsgebiet in Deutschland hinaus in mehreren anderen Provinzen des Ordens. In Deutschland war es in jüngster Zeit schwer geworden zu werben, weil die deutsche Provinz zur Zeit keinen Nachwuchs hat und die Altersstruktur nach oben wächst. Der Vertrieb und Versand des Sendboten war in Betzdorf angesiedelt, redaktionell arbeitete man in Augsburg.

In den vielen Jahrzehnten waren es vor allem die Leser, die den Missionaren die Treue gehalten haben; nicht zuletzt waren es aber auch die Förderer, die ehrenamtlich Monat für Monat die Zeitschrift ausgetragen und den persönlichen Kontakt in ihrer Region gepflegt und Anregungen an die Redaktion weitergegeben haben. Durch den Erlös aus dem Verkauf des "Sendboten" konnten unzählige junge Missionare ihr Studium finanzieren.

In Telgte-Raestrup legten vor mehr als 100 Jahren die Missionare Theodor Rusche und Antonio Revering, die in den Orden eingetreten waren, den Grundstein für den "Sendboten". Zum Aufbau der Leserschaft gewannen sie damals unter anderem Carl Bornemann.

Der damalige Leserkreis begann in Müssingen auf den Höfen Stratmann, Schürmann, Scharpenberg und Wilskotten; über den Bereich am Raestruper Bahnhof in Richtung Telgte zu den Höfen Rusche, Remmer, Tyrell bis in die Bauernschaft "Bester Feld".

Die beiden Raestruper Theodor Rusche und Antonio Revering sind jahrzehntelang für die Mission tätig gewesen. Ihr letzter Besuch in der Heimat war vor 50 Jahren, als sie einem festlichen Gottesdienst beiwohnten, dem der erste Spatenstich zur Kraftfahrerkapelle St. Christophorus folgte. Beide Missionare taten unter Applaus der Gemeinde den ersten Stich und schaufelten symbolisch, um den Beginn des Kirchenbaus aufzuzeigen.

Zum 100-jährigen Bestehen der Zeitschrift im Jahr 2004 wurde die Familie Bornemann als Förderer in dritter Generation nach Betzdorf-Sieg eingeladen. Dort dankte man Karl Bornemann für seine Treue als jahrzehntelangem Austräger der Zeitschrift. Nach weiteren sechs Jahren wurde die Arbeit der Redaktion jetzt eingestellt.

Text: pd | Foto: Archiv in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
28.02.2011

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