
Mitglieder des Pfarrgemeinderats und Kirchenvorstands der Burgsteinfurter Gemeinde St. Johannes Nepomuk kamen zu einer dreitägigen Klausurtagung im Gertrudenstift in Rheine zusammen.
Gespräche über die Zukunft der Pfarreien haben begonnen
Zeit nehmen für pastorale Konzepte
Burgsteinfurt. Nach der Bekanntgabe des Struktur- und Stellenplans für die Pfarreien des Bistums Münster beraten Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände über Zeitpläne, Vor- und Nachteile der Gemeinde-Zusammenlegungen und die Zukunft ihrer Pfarrei.
"Auf dem Weg zu einem neuen Pfarrheim" lautete der Titel der dreitägigen Klausurtagung der Kirchenvorstands- und Pfarrgemeinderatsmitglieder aus der Burgsteinfurter Gemeinde St. Johannes Nepomuk. Die Tagung, die schon vor längerer Zeit vorbereitet wurde, beschäftigte sich mit dem Bau eines neuen Pfarrheims, der mit der Veräußerung des traditionsreichen Ludwighauses verbunden ist. "Mit den rein technischen Planungen für das neue Pfarrheim verbunden ist die Frage, für wen und für welche Angebote das Haus konzipiert werden muss", sagt Kirchenvorstandsmitglied Michael Horstmann.
In dieser Phase zur Erstellung eines pastoralen Konzepts für die Burgsteinfurter Gemeinde sei nun der Vorschlag der Bistumsleitung, mit der Borghorster Gemeinde St. Nikomedes zusammenzuarbeiten und eine neue Pfarrei zu bilden, in die weiteren Überlegungen einzubeziehen. "Mit der Zusammenlegung war zu rechnen. Unsere Konzepte für das neue Pfarrheim werden wir weiterverfolgen, die Zusammenführung der Gemeinden werden wir konstruktiv angehen", sagt Horstmann. Vorbereitet ist eine Pfarrversammlung in Burgsteinfurt, die am 24. Februar unter dem Motto "Steinfurt wird eine Gemeinde" stattfindet. "Wir möchten nichts auf die lange Bank schieben, auch wenn wir in diesem Prozess bis 2015 Zeit haben", sagt das Kirchenvorstandsmitglied.
Ebenfalls die Weichen für die Zusammenlegung gestellt haben die Gronauer Gemeinden St. Josef und St. Antonius. Eine Steuerungsgruppe bereitet die Zusammenführung vor, die schon am ersten Advent vollzogen werden soll. In den nächsten Tagen soll die Namensfindung für die neue Gemeinde bekannt gegeben werden. Sicher ist, dass Pfarrer Michael Vehlken von St. Josef Pfarrer der neuen Gemeinde sein wird. Pfarrer Norbert Schulze Raestrup (St. Antonius) wird im Sommer in Ruhestand gehen.
Der Plan der Bistumsleitung, in Ahaus die Zusammenlegung von St. Mariä Himmelfahrt mit den Gemeinden St. Martinus Wessum und St. Andreas Wüllen in Gang zu setzen, stößt in den beiden Ahauser Ortsteilen Wessum und Wüllen auf Skepsis. Nach der Klausurtagung des Wessumer Pfarrgemeinderats favorisiert das Gremium eine "kleinere Fusion" mit der Nachbargemeinde in Wüllen. In einer Presseerklärung heißt es: "Ratlosigkeit und Bestürzung belastet unser ehrenamtliches Engagement tiefgreifend, aber auch Enttäuschung darüber, dass über unsere Köpfe hinweg solche weitreichenden Entscheidungen getroffen werden sollen. Für uns als Pfarrgemeinderatsmitglieder steht im Vordergrund, dass die Kirche tatsächlich im Dorf bleibt."
In den Ahauer Gemeinden St. Georg Ottenstein und St. Mariä Himmelfahrt Alstätte stehen die Zeichen auf eine rasche Annäherung. Ein Leitungsgremium aus Ottensteiner und Alstätter Gremienmitgliedern wird einen Fahrplan zur Zusammenlegung ausarbeiten und über das erarbeitete Alstätter Pastoralkonzept sprechen.
Diskussionsbedarf melden die drei Ibbenbürener Pfarrgemeinden an, die bis 2015 zwei neue Pfarreien bilden sollen. Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand der Heilig-Kreuz-Gemeinde wünschen sich, die heutige "Dreierlösung" vorerst bestehen zu lassen und erst 2020 Veränderungen der derzeitigen Pfarreistrukturen vorzunehmen. Dann sei man bereit, gemeinsam mit dem Bistum weiter in die Zukunft zu schauen. Im Augenblick sei durch weitere Zusammenlegungen "objektiv kein weiterer Zugewinn erkennbar", heißt es aus den Gremien der Heilig-Kreuz-Gemeinde. In diesen Tagen informieren in den Gemeindeteilen dieser Pfarrei "Runde Tische" über die Bistumspläne. Der "Rat der katholischen Kirchengemeinden Ibbenbüren" tagt am 10. März 2011 um 19.30 Uhr im Pfarrheim St. Michael.
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Text: Johannes Bernard | Foto: pd in
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21.02.2011
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