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17.11.2018
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Das Telgter Hungertuch.

Das Telgter Hungertuch aus dem Jahr 1623 steht im Mittelpunkt der Neukonzeption eines Museums für religiöse Kultur.

Museum Heimathaus Münsterland und Krippenmuseum

Würdiger Platz für das Telgter Hungertuch

Telgte. Die Gesellschafter der Museum Heimathaus Münsterland GmbH haben beschlossen, 2,3 Millionen Euro in das Telgter Museum zu investieren. Neben den Eigenanteilen der Gesellschafter wird das Projekt vom Land NRW, vom Landschaftsverband und von der Sparkasse Münsterland Ost gefördert.

Da die Dauerausstellung nicht mehr zeitgemäß ist und die Besuchszahlen kontinuierlich zurückgegangen sind, hat die Museumsleitung ein Konzept zur Profilierung des Hauses als Museum für die religiöse Kultur Westfalens erarbeitet.

"Die neue Konzeption wird den Wandel des religiösen Lebens bis in die heutige Zeit aufzeigen. Sie bietet fundiertes religiöses und konfessionelles Wissen und ist ein Muss für diejenigen, die an aktuellen Diskussionen darüber teilnehmen wollen", teilte das Museum mit.

Ein Museum für religiöse Kultur sei in Westfalen und darüber hinaus einmalig. Das gesellschaftlich wichtige Thema soll dem Museum neue Strahlkraft geben, sodass es über Telgte hinaus in die Region hineinwirken könne.

Die Investitionen beinhalten vor allem eine inhaltlich und gestalterisch neue Dauerausstellung. Dazu gehört auch ein Anbau für das bedeutende Telgter Hungertuch von 1623, um dieses herausragende Objekt des Museums angemessen präsentieren zu können. "Die neue Präsentation des Hungertuchs wird ein Höhepunkt des Ausstellungsbesuchs", sagte der Geschäftsführer der GmbH, Heinz Börger. Die Planungen für den Anbau liegen in der Hand des Münsteraner Architekturbüros Baumewerd.

Das Telgter Hungertuch entstand als Stiftung des Burgmannes Henrich Vos und seiner Ehefrau Catarina Droste für die neben dem heutigen Museum gelegene Pfarrkirche St. Clemens. Bei einer Gesamtgröße von 7,40 mal 4,40 Metern enthält es 33 quadratische Bildfelder und ebenso viele schlichte Leinenfelder, die schachbrettartig angeordnet sind. Die Zahl 33 verweist möglicherweise auf das Lebensalter Jesu zum Zeitpunkt seines Todes. Vor der neuen Präsentation muss das Hungertuch von einer Textilrestauratorin gereinigt werden. Rund 200.000 Euro werden die Reinigung und angemessene Präsentation des Hungertuchs kosten.

Neben den Kernthemen des Hauses, Wallfahrt, Kardinal von Galen, Weihnachts- und Krippenbrauch, wird die Dauerausstellung zahlreiche neue Themen präsentieren, so zum Beispiel Westfalen als Glaubenslandschaft, jüdische Kultur und die Religiosität der Gegenwart.

Der neue Museumsrundgang wird beide Gebäude des Museums zu einer Einheit verbinden, die sich auch in einem neuen Museumsnamen äußern wird. Interaktive Medien und eine Ausstellungsgestaltung durch das Büro "Bildwerk" sollen auch jüngere Besucher ansprechen. "Ziel ist es, bei jungen und älteren Besuchern, bei Gläubigen und Nicht-Gläubigen, bei Christen und Nicht-Christen ein nachhaltiges Verständnis für Religiosität und religiöse Gegenwartsfragen herzustellen, um damit ein Klima der Achtung und Toleranz zu schaffen", sagte der Telgter Bürgermeister Wolfgang Pieper.

Nach der Verleihung der Krippenpreise am letzten Wochenende bleiben beide Museen geschlossen. Bis zur Krippenausstellung im November 2011 sollen die Maßnahmen abgeschlossen sein. Das Museum wird in dieser Zeit geschlossen sein, es finden jedoch regelmäßig Veranstaltungen statt, um die Bevölkerung in den Veränderungsprozess einzubeziehen.

Text: Bernd Schumacher | Foto: Andreas Lechtape in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
31.01.2011

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