
Maria und Josef blicken auf das Jesuskind, Engel verkünden die Geburt Christi.
Weihnachtsdarstellungen im Flügelaltar
Gemalte Menschwerdung
Altenberge. Die Szene von der Geburt Christi kommt mit wenigen markanten Elementen aus: Im Vordergrund konzentriert sich alles auf das Jesuskind, das erhaben in der Krippe liegt. Maria und Josef sind voller Ehrfurcht, der Engel verkündet in einer Schar von Engeln die Frohe Botschaft. Der Flügelaltar in der Altenberger Kirche St. Johannes Baptist erzählt die Weihnachtsgeschichte so wie die Christen sie in diesen Tagen in den Gottesdiensten hören und in den Krippenspielen sehen.
In einem anderen Tafelbild, wenn der Flügelaltar geschlossen ist, stehen und knien die Weisen ehrfürchtig vor dem Jesuskind. Zutraulich streckt das Jesuskind seine Hände dem knienden und betenden Sterndeuter entgegen.
"Die Tafelbilder eignen sich bis heute zum Schauen, Erzählen und Meditieren", sagt Pfarrer Josef Wieneke, der froh darüber ist, diesen Flügelaltar in der Pfarrkirche zu haben. Das Kunstwerk zeigt in weiteren Bildern Szenen aus dem Leben Jesu, darunter Kreuzigung und Auferstehung sowie das Ereignis von Pfingsten.
Vor Jahrzehnten seien viele Flügelaltäre aus den Gotteshäusern herausgenommen worden. Heute schätze man wieder diese Kunstart, sagt Wieneke. Denn diese Sonderform des Altaraufsatzes ermöglicht in ihrer Abwechslung, sich in jeder Zeit des Kirchenjahrs auf ein anderes Bild einzustellen. Der Flügelaltar stammt aus der berühmten Langenbergschen Kunstschule im niederrheinischen Goch und wurde 1892 vom Kaplan Joseph Windhausen gemalt.
Die Bilder zeigen auch passend zur Weihnachtszeit den Evangelisten Johannes mit dem Spruchband seines ersten Verses "Im Anfang war das Wort ..." und den Propheten Jesaja, der 750 Jahre vor der Geburt Christi die Verheißung der Geburt des göttlichen Kindes kundtat: "Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt" (Jes 9,5).
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Text: Johannes Bernard | Foto: Johannes Bernard in
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23.12.2010
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