
Mechthild und Jürgen Lensdorf spielen auch in diesem Jahr wieder Maria und Josef.
Krippenspiel findet am 1. und 2. Adventswochenende statt
Freude statt Lampenfieber
Haltern-Lippramsdorf. Zwar nicht alle Jahre wieder, aber in einem zweijährigen Turnus veranstaltet der Heimatverein Lippramsdorf ein lebendiges Krippenspiel am Heimathaus.
Im richtigen Leben heißen sie Mechthild und Jürgen Lensdorf, aber an diesem kalten Nachmittag sind sie in die Rollen von Maria und Josef geschlüpft. Gleich sechs Mal taucht der Name Lensdorf in der Besetzungsliste des lebenden Krippenspiels des Heimatvereins Lippramsdorf auf.
Drei Töchter verkünden als Engel die Geburt Jesu, und ein Sohn ist in das Gewand eines Hirtenjungen geschlüpft. Rund drei Wochen haben sie sich auf die Rollen vorbereitet. "Lampenfieber habe ich nicht", sagt Jürgen Lensdorf. "Schließlich müssen wir nichts sagen. Die Stimmen kommen von der CD." Trotzdem ist schauspielerisches Talent gefragt. Verzweiflung vor der Taverne, Freude über die Geburt von Jesus und der Empfang der Heiligen Drei Könige müssen in Szene gesetzt werden.
"Die Rollen von Maria und Josef konnten wir gleich drei Mal besetzen", freut sich Mitorganisatorin Luzia Lewe. "Die Vorbereitungen laufen schon seit fast einem Jahr. Wir mussten schließlich das gesamte Umfeld aufbauen und sehr viel planen."
40 Darsteller wechseln sich ab, die Rollen sind teilweise mehrfach besetzt. Bei jeder der sechs Vorführungen stehen 25 Lippramsdorfer nebst diversen Schafen, einem Esel und einer Kuh vor den großen und kleinen Zuschauern.
"Die Idee dazu hatte der Vorstand des Heimatvereins. Das lebende Krippenspiel soll alle zwei Jahre im Wechsel mit der Krippenausstellung stattfinden", informiert Luzia Lewe. Wer mag, kann sich eine Erinnerung mit nach Hause nehmen. Lieder und Musik zu dem Krippenspiel wurden von Lippramsdorfer Chören, Solisten, Bläsern und der Lippramsdorfer Stubenmusik auf einer CD eingespielt. Zudem ist der Erlös für einen guten Zweck und kommt dem mobilen Kinderhospizdienst der Halterner Caritas zu.
Nach einer guten halben Stunde ziehen die Lensdorfs als Maria und Josef zusammen mit ihren Engelskindern durch das Tor vor den Stall in Richtung Ägypten. Zufrieden sehen sie dabei aus. Die Vorstellung ist glatt über die Bühne gegangen, und die rund 300 Zuschauer klatschen sich warm. Auch Luzia Lewe ist sichtlich zufrieden. Aber noch ist der Tag nicht um. In knapp zwei Stunden steht schon die nächste Aufführung auf dem Programm. Wieder mit "Maria und Josef" Lensdorf.
Das war vor zwei Jahren. In diesem Jahr ist die lebende Krippe am Samstag (27.11.2010) um 17 Uhr und am Sonntag (28.11.2010) um 14.30 Uhr und 17 Uhr zu sehen. Ebenfalls finden Aufführungen statt am Samstag (04.12.2010) um 17 Uhr und am Sonntag (05.12.2010) um 14.30 Uhr und 17 Uhr jeweils auf dem Hof des Heimathauses. Die Vorstellung dauert 35 Minuten. Der Eintritt ist frei. Es wird um Spenden gebeten, die in diesem Jahr geteilt werden. Die eine Hälfte geht an die Bürgerstiftung "Halterner für Halterner", die andere an den Heimatverein für Brauchtum und Heimatpflege.
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Text: Dirk Bauer, mek | Foto: Dirk Bauer in
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