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10.12.2018
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Gymnasium Mariengarden.

Groß geschrieben wird das außerschulische Engagement am Gymnasium Mariengarden. Zur so genannten OMI-Jugend gehören 19 Kinder- und Jugendgruppen.

Oblaten-Missionare in Borken-Burlo investieren in die Bildung

Schule als Wohlfühlraum und Selbstlernzentrum

Borken-Burlo. Mehr als 3,5 Millionen Euro investieren die Oblaten-Patres in den Ausbau ihres Gymnasiums in Borken-Burlo, ihrer einzigen Schule in Europa. Entstehen wird ein neues "Forum Mariengarden" mit einer Schulbibliothek und PC-Arbeitsplätzen. Es soll den Schülern in den Freistunden oder nach Unterrichtsende als "Selbstlernzentrum" zur Verfügung stehen. Darüber hinaus entstehen Aufenthaltsräume für die Schüler und eine Aula auch für außerschulische Veranstaltungen.

1921 übernahm die Ordensgemeinschaft der Hünfelder "Oblaten der makellosen Jungfrau Maria" (OMI) die 800 Jahre alte Klosteranlage Mariengarden in Borken-Burlo und baute sie wieder auf. Seit diesem Beginn betreiben die Oblatenmissionare dort eine Schule. Zunächst als "Juniorat" gegründet, ist Mariengarden seit den 1970er Jahren ein allgemeines Gymnasium in freier Trägerschaft mit mittlerweile rund 750 Schülerinnen und Schülern, "deren fröhlich-quirliges Treiben mitnichten die Klischees einer weltfremden Klosterschule erfüllt", wie Pater Felix Rehbock sagt.

Immer wieder werde man auch überregional auf die Privatschule aufmerksam, sei es mit Erfolgen bei der Biologie-Olympiade oder mit der "zweitbesten Online-Schülerzeitung Deutschlands", wie ein Wettbewerb gezeigt habe. Ebenso finde die Schul- und Jugendseelsorge in Mariengarden weit über den Ort hinaus Anerkennung.

Pater Felix ist seit sieben Jahren für die Jugend- und Schulpastoral zuständig. Aus seinem zarten Pflänzchen "OMI-Jugend" ist mit den zurzeit 19 kreativen und aktiven Kinder- und Jugendgruppen mit 220 Mitgliedern längst ein kräftiger Baum geworden: Ein bereits weit über Burlo hinaus verknüpftes Netz für Jugendliche hat Pater Felix in dieser Zeit gespannt. Zu den zahlreichen Jugendveranstaltungen und Gottesdiensten mit den Oblaten vor Ort trifft sich die "OMI-Jugend" außerhalb des Schulunterrichts zu Spiel, Katechese, Gespräch und Aktion regelmäßig im und am Kloster.

Erhaltung des Schulstandorts

Gerade jetzt sorgt Mariengarden erneut für Aufmerksamkeit: "Inmitten einer Zeit des Sparens setzt die Ordensgemeinschaft mit einer enormen Investition ein deutliches Zeichen und bekennt sich zum Schulstandort Burlo", sagt Pater Felix. An der Stelle des alten Aula-Gebäudes, in den 1950er Jahren als Turnhalle errichtet, entsteht bis voraussichtlich Ende 2011 das moderne und großzügige "Forum Mariengarden". Und der Name des Gebäudes mitten zwischen mächtigem Baumbestand und Klosterteich ist Programm: Begegnungsstätte, Lern- und Lebensraum zugleich soll der Komplex sein. Neben dem größeren Veranstaltungssaal entstehen unter anderem Gruppen- und Aufenthaltsräume für verschiedene Klassenstufen, eine Bibliothek mit Platz und Ruhe zum Lernen und ein Bistro, das das schon lange bestehende Mittagessen-Angebot der Klosterküche ergänzt und zum Verweilen einlädt.  

Für den Orden als Schulträger ist die millionenschwere Investition ein finanzieller Kraftakt, aber ein wohl überlegter: "Eine solide und anspruchsvolle Wissensvermittlung steht bei uns seit jeher im Vordergrund – auf gleicher Stufe mit christlich-fundierter Werteerziehung", sagt Schulleiter Michael Brands. Und dazu gehöre neben religiösen Veranstaltungen wie die religiöse Schulwoche und außerschulischer Jugendarbeit mit der OMI-Jugend vor allem gelebtes Miteinander über Klassengrenzen und Fachunterrichtsstunden hinaus.

Deshalb wird nicht nur gebaut, sondern der Orden "investierte" mit Frater Jens Watteroth OMI als zweiten Schulseelsorger auch personell. "Schüler verbringen viel Zeit in der Schule. Sie sollte ein Lern-, aber auch Lebens- und Wohlfühlraum sein", erklärt Pater Felix, warum das "Forum" vor allem nicht als nüchterner Zweckbau geplant ist. Deshalb habe man auch Schüler, Eltern und Lehrer mit ihren Wünschen am Planungsprozess beteiligt.

Vertreter des Ordens und der Schule hatten alle Ideen gebündelt, Budgets aufgestellt, sogar die weltweite Ordensleitung überzeugt und vor Ort mancherlei kommunale "Klinken geputzt", um die gemeinsame Vision umzusetzen.

Auf dem Weg ist Hilfe mehr als willkommen: Nachdem bereits die Stadt Borken Unterstützung zugesagt hat, werben die Oblaten auch um privates finanzielles Engagement und haben eine Spendenaktion ins Leben gerufen, die zum Beispiel über die E-Mail-Adresse Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailforumgymnasium-mariengarden.de zu erreichen ist.

Vor einigen Monaten ist der Startschuss für das ehrgeizige Bauprojekt gefallen: Das alte Aula-Gebäude ist verschwunden – und mit ihm die letzte Wehmut. Mit dem ersten Spatenstich am Sonntag (26.11.2010) beginnt nun die Phase des Neubaus.

Sponsorenlauf der Schüler

Für diesen Tag haben die Schülerinnen und Schüler einen Sponsorenlauf auf die Beine gestellt. Dessen Erlös fließt zur Hälfte in die Einrichtung "ihres" Forums. Der noch junge Verein "Projekt 30" aus Borken soll die übrigen 50 Prozent des "erlaufenen" Geldes erhalten. Der Verein hilft Menschen, die durch Schicksalsschläge in Not geraten sind. Besonders unterstützt wird ein ehemaliger Schüler aus Mariengarden, mit dem sich die Mitschüler auf diese Weise solidarisieren. Er hatte nach einem Verkehrsunfall Hirnschäden davongetragen und verfolgt nun das ehrgeizige Ziel, durch gezielte Rehabilitationsmaßnahmen bis zum 30. Lebensjahr wieder das Laufen zu erlernen.

Und so arbeiten Schüler, Lehrer und Oblaten gemeinsam an einem lebendigen "Mariengarden".  Für ein verstärktes Engagement der Oblaten in Burlo war nicht nur die in den letzten Jahren verstärkte OMI-Jugendarbeit bereits ein Indiz, sondern auch die Etablierung der gleichnamigen Veranstaltungsreihe "Forum Mariengarden". Diese richtet sich seit einem Jahr mit informativen, geselligen, kulturellen und religiösen Angeboten über die Schule hinaus an eine breitere Öffentlichkeit und stößt dabei auf reges Interesse. Thomas Klosterkamp, Oberer der mitteleuropäischen Ordensprovinz der Oblaten, sagt über all die Aktivitäten und Investitionen in Burlo: "Wir gehen mit Mariengarden in die Zukunft."

Wer die Schule und die Arbeit der Ordensgemeinschaft unterstützen möchte, kann sich mit Pater Felix Rehbock, Telefon 02862 / 30223, in Verbindung setzen.

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  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Orden

Text: Johannes Bernard | Foto: pd in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
22.10.2010

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