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21.05.2012
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Kreuzwegstationen

16 Kreuzwegstationen sind in der Dinslakener Marienkirche zu sehen.

Bilder vermitteln eine persönliche Begegnung mit dem Leiden und Sterben Jesu

Wege zum Kreuz – Wege durch das Leid

Dinslaken-Lohberg. "Dimensionen – Wege zum Kreuz" heißt eine Ausstellung, die vom 29. Oktober bis 26. November in der Marienkirche in Dinslaken-Lohberg Bilder zum Kreuzweg zeigt. Parallel zur Ausstellung ist in der Gewerbehalle und im Ledigenheim eine Installation zu sehen, die das biblische Geschehen anschaulich vermittelt.

"Menschliches Leid gehört zum Leben", sagt Gregor Kauling, Pfarrer der Heilig-Geist-Gemeinde in Dinslaken. "Und der Kreuzweg hilft den Menschen, im eigenen Leid Trost zu finden. Denn sie erfahren, dass Gott das Leid auf sich nimmt." Für Kauling, der seit einem Jahr Seelsorger der Gemeinde ist, stellt der Kreuzweg nicht nur den geschichtlichen Weg des Leidens und Sterbens Jesu dar. "Wir müssen uns als Christen vielmehr fragen, was der Leidensweg Jesu für uns bedeutet."

Den Kreuzweg in seiner katechetischen Bedeutung hat Kauling in den Bildern des Stadtlohner Künstlers Uwe Esperester erfahren, der einen neuen Kreuzweg mit 16 Stationen schuf. Seine "Rund-um-Bilder" wollen in der Präsentation neue Dimensionen erschließen und die "Wege zum Kreuz" als persönliche Spurensuche erfahren.

Großformatige Darstellunge

Der Künstler schuf in Form von Ölbildern 16 Kreuzwegstationen. Der Kreuzweg beginnt mit dem Abendmahl und endet mit Christi Auferstehung. So sind zu den klassischen 14 Stationen zwei hinzugefügt, die den Ablauf des Passionsgeschehens sinnvoll einleiten und abschließen. "Wichtig ist, dass meine Bilder die Menschen berühren", sagt Esperester. Mehrere Monate hat der Künstler zusammen mit seinen Freunden Heinrich Greving und Johannes Willenberg überlegt, wie man heute eine künstlerische Installation als persönliche Spurensuche zu Jesu Kreuzweg und Auferstehung bewerkstelligen kann. Esperester übernahm den künstlerischen Teil und malte die Stationen, die immer einem gleichen Format folgen. Die Bilder sind jeweils einen Meter hoch und drei Meter breit.

Begleitend zur Ausstellung wird eine Kunst-Installation in der Gewerbehalle und im Ledigenheim zu sehen sein, in der die Stationen noch einmal gezeigt werden und den Besuchern ein Handlungsangebot gemacht wird, um die Ereignisse im Wortsinn besser zu begreifen. Zum Beispiel kann man sich beim Abendmahl mit an den Tisch setzen. Man kann einen Kreuzbalken anheben, um dessen Last selbst zu spüren, oder mit einem Hammer Nägel in den Balken schlagen. Das Thema Leid im menschlichen Leben ist für Gregor Kauling eine Gelegenheit, mit den Menschen muslimischen Glaubens ins Gespräch zu kommen. "Das Kreuz trennt uns", sagt Kauling, "das Leid im Leben verbindet uns." Die Ausstellung begleiten zahlreiche Veranstaltungen. Zum Beispiel ein Talkabend zwischen Muslimen und Christen zum Thema "Wozu das Leid?" am 19. November um 19.30 Uhr im Ledigenheim.

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Text: Jürgen Kappel | Foto: Jürgen Kappel in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
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