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21.05.2012
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Gottesdienstes in der Beckumer St.-Stephanus-Kirche

Zum Schluss des Gottesdienstes in der Beckumer St.-Stephanus-Kirche lud Bischof Felix Genn die Kinder ein zu einem persönlichen Segen.

1225 Jahre Propsteikirche St. Stephanus in Beckum

"Nicht nur der eigene Kirchturm zählt"

Beckum. In mehr als ein Jahrtausend Glaubensgeschichte hinein stellte Bischof Felix Genn den Festgottesdienst am Sonntag, 24. Oktober, anlässlich der 1225-Jahr-Feier von St. Stephanus in Beckum. "Die Herausforderungen in jenen Jahren der Christianisierung ähneln den von heute: Wir können Zeugnis ablegen und den Glauben an die folgende Generation weitergeben", rief der Bischof den Gläubigen zu.

Gerade die Kinder und Jugendlichen als Zukunft der Kirche sprach der Bischof im Pontifikalamt, das die Festwoche in Beckum eröffnete, mehrmals an. "Ihr braucht das Zeugnis der Erwachsenen, das euch von der Kraft des Glaubens berichtet."

Am Ende des Gottesdienstes lud Bischof Genn die Kinder, Jugendlichen sowie die Messdienerinnen und Messdiener zu einem persönlichen Segen vor den Altar.

Was bereits vor der Kirche begonnen hatte, wo Gemeindemitglieder mit einem Protest-Banner für die Erhaltung ihrer Filialkirche Liebfrauen auf den Bischof warteten, setzte sich im Gottesdienst fort: Bischof Genn ignorierte weder draußen die Gruppe, mit der er eine kurze Zeit sprach, noch mied er in der Kirche den Konflikt. "Ich bin auch deshalb hierher gekommen, um Propst Mecking den Rücken zu stärken in diesen schwierigen Zeiten", sagte er zum Abschluss.

Auch in seine Begrüßung hatte er "ausdrücklich die Menschen von Liebfrauen und St. Martin" mit hineingenommen: "Ich bete darum, dass das Fundament des Glaubens größer sein soll als alles, was derzeit auch hier an Umbrüchen geschieht." In Beckum sollen in naher Zukunft zwei Kirchen geschlossen werden.

In seiner Predigt nahm Bischof Felix diesen Faden wieder auf, als er an die Missionare erinnerte, die in den Frühzeiten des Christentums in Deutschland – so wie vor 1225 Jahren in Beckum – den Glauben über räumliche Grenzen hinweg gedacht und gelebt hätten. "Ich spüre, dass da nicht nur der eigene Kirchturm zählt", mahnte er. Offen zu bleiben für Gott, das sei der Auftrag heute. Christ-Sein bedeute, "einen guten Kampf zu kämpfen und den Glauben zu bewahren". Deshalb bitte er die Beckumer Gemeinde, Jesus in die Mitte zu nehmen, bei denen zu sein, die in der Gesellschaft wirklich arm seien und schließlich Mut zu einem Bekenntnis des Glaubens zu haben, der auch das "Nein" anderer respektiere.

Bischof Genn hatte das Pontifikalamt gemeinsam mit dem Propst sowie zahlreichen anderen Seelsorgern – auch ehemalige Kapläne waren gekommen – in der besonders geschmückten Kirche zelebriert. Der Chor sorgte für festliche Umrahmung der Liturgie, und das bis auf den letzten Platz gefüllte Gotteshaus sowie die Beteiligung zahlreicher Banner-Abordnungen machten den Start in die Jubiläums-Woche zu einem gelungenen Fest. Auch Regierungspräsident Peter Patziorek, selbst Beckumer, war unter den Gästen.

Bereits das ganze Jahr über würdigen besondere Veranstaltungen das Motto "1225 Jahre St. Stephanus – 1225 Jahre christlicher Glaube in Beckum". 785 entstand mit dem karolingischen Hof eine erste Kirche, die den Grundstein für die heutige Propsteikirche aus dem 14. Jahrhundert bildet. Damit gehört die Gemeinde zu den Urpfarreien des Bistums und ist auch eine der vier bischöflichen Kaplaneien.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDokumentiert: Predigt von Bischof Felix Genn
  2. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDossier: Bischof Felix Genn

Text: Heike Hänscheid | Foto: Heike Hänscheid in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
02.11.2010

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