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04.02.2012
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Martin Limberg.

Martin Limberg.

Martin Limberg wird als Pfarrer in Datteln eingeführt

Gerüstet für die neue Aufgabe

Datteln. Am Samstag (04.09.2010) begrüßen die Gemeinden St. Amandus und St. Josef in Datteln sowie St. Marien in Datteln-Ahsen ihren neuen Pfarrer Martin Limberg.

Der Abschied aus Borken fällt Martin Limberg nicht leicht. "Nach zwei Jahren wächst das Herz an", sagt er und fügt hinzu: "Aber dieser Abschied ist einer, der meinem Werden und Wachsen entspricht." Er freut sich auf seine erste Stelle als Pfarrer. "In Datteln gibt es viele Parallelen zu der Gemeinde St. Remigius in Borken, in der ich in den vergangenen drei Jahren als Kanonikus tätig war", sagt der gebürtige Lembecker und fügt hinzu: "Ich fühle mich für die Aufgabe gewappnet durch meine Erfahrung und meine Fortbildung."

Nach seiner Priesterweihe am 18. Mai 1997 war der 41-Jährige als Kaplan in St. Dionysius in Havixbeck und ab 2002 in St. Georg in Bocholt tätig. Während dieser Zeit hat er eine Ausbildung in der geistlichen Begleitung und psychologischen Beratung absolviert und weiter an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Münster mit dem Schwerpunkt Spiritualität studiert. "Das war auch ein Grund, warum ich nach den beiden Stellen als Kaplan nicht Pfarrer geworden bin wie es eigentlich üblich ist", erklärt er seinen Werdegang. Interessiert habe ihn die Fortbildung, da er bereits Menschen begleitet hatte. "Ich finde es als Seelsorger wichtig, sich Zeit für Einzelbegleitungen zu nehmen", sagt er. Dabei seien nicht nur punktuelle Begleitungen gefragt, sondern auch längerfristige. "Der Bedarf nimmt zu. Ebenso entdecken die Menschen ihre Spiritualität neu. Sie wollen ihre Religion individueller leben. Da müssen wir mehr auf den Einzelnen schauen", hat Limberg in seiner Zeit in Borken erfahren. Diese Begleitungen waren neben der Messdienerarbeit, über die er auch seine Lizentiatsarbeit in Spiritualität geschrieben hat, ein Schwerpunkt.

Fusionen seien ebenso Prozesse, die geistlich begleitet werden wollen. "Denn es geht immer auch um Abschied und Trauer." Die Fusion der drei Gemeinden zur neuen Pfarrei St. Amandus, der dann 13.500 Menschen angehören, wird am Christkönigssonntag, 21. November 2010, gefeiert. Erfahrung bringt Limberg in seine neue Gemeinde mit. "In Havixbeck waren gerade die Gespräche zur Zusammenarbeit mit Hohenholte gestartet. In Bocholt hatte die Gemeinde mit der St.-Laurentius-Gemeinde fusioniert. Eine Kirche wurde zur Schul-Aula umgebaut. Ich habe den Prozess des Trauerns erlebt, aber auch das Zusammenwachsen der Gemeinde", betont Limberg.

In Datteln habe die Kirche viel zu bieten – in den Pfarreien, den Kindergärten und dem Krankenhaus beispielsweise. In den Gemeinden gebe es viele unterschiedliche Gruppen und damit auch verschiedene Charismen. "Ich hoffe, dass aus den drei selbstständigen Gemeinden eine starke Pfarrei wächst, die das Leben in der Stadt Datteln prägt", sagt Limberg. Die Vorbereitungen für die Fusion seien gut gelaufen. "Ich habe nicht das Gefühl, dass nun alles von mir abhängt, sondern von den Gemeinden getragen wird. Das finde ich gut, und das ist auch der richtige Weg", betont der künftige Pfarrer.

Ein Anliegen in Borken war es Limberg, Menschen in den Blick zu nehmen, die häufig aus dem Blick geraten – beispielsweise junge Erwachsene, die aus der Jugendarbeit ausscheiden. In Kooperation mit der Familienbildungsstätte hat er zum Beispiel Ehevorbereitungskurse angeboten. Die Hinführung von Erwachsenen auf die Taufe lag ihm ebenso am Herzen wie das Angebot von Besinnungstagen. "Wichtig ist mir auch die Nachbereitung für die Kommunionkinder. Sie werden zwar auf die erste heilige Kommunion vorbereitet, aber wenn sie das erfahren haben, worauf sie vorbereitet wurden, gibt es keine Möglichkeit, das Erfahrene zu besprechen und zu verinnerlichen", ist ihm aufgefallen. "Auf Dauer brauchen wir so etwas wie Glaubensschulen", führt er weiter aus.

Text: Michaela Kiepe | Foto: Michaela Kiepe in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
02.09.2010

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