
Profaniert wurde die St.-Antonius-Kirche in Gronau-Epe. Das Gotteshaus wurde 1966 geweiht. Die Gemeinde St.-Agatha in Epe plant nach dem Abriss des Gebäudes den Bau eines Seniorenzentrums, in dem eine Kapelle integriert werden soll.
Zur Profanierung der St.-Antonius-Kirche in Gronau-Epe
Abbruch in Zeiten des Umbruchs
Gronau-Epe. Nach der Profanierung der St.-Antonius-Kirche in Gronau-Epe soll das Gebäude abgerissen werden. Auf dem Gelände entsteht ein Seniorenzentrum, in dem eine Kapelle integriert ist.
Lange Zeit haben sich die Mitglieder der Bürgerinitiative "Gegen Kirchenabriss – Pro Seniorenheim" gegen den Abriss der St.-Antonius-Kirche in Epe gewehrt, schließlich vergeblich. "Es wird lange dauern, bis alle Wunden geheilt sind. Wie es mit unserer Initiative weitergeht, wird sich zeigen", sagte Gertrud van den Boom, die sich in der Bürgerinitiative engagiert.
Der Kirchenabriss ist so gut wie sicher, auch wenn vereinzelte Stimmen darauf hoffen, dass Einsprüche gegen den Bebauungsplan doch noch erfolgreich sind. Auf dem Gelände soll eine neue Senioreneinrichtung mit Pflegeplätzen und Einheiten für das betreute Wohnen entstehen. Die Investitionen des St.-Agatha-Domizils werden auf bis zu zehn Millionen Euro beziffert.
Noch wenige Wochen vor der Profanierung machte die Bürgerinitiative den Vorschlag, den Altarraum der St.-Antonius-Kirche als Kapelle zu erhalten. Damit wäre der geplante Kapellenneubau entfallen, die Planungen für das Seniorenheim-Projekt wären kaum berührt und eine Teil der Kirche wäre als Glaubenszeugnis erhalten geblieben. Doch auch dieser Vorschlag ließ sich nach Gesprächen mit dem Kirchenvorstand nicht verwirklichen.
Derzeit laufen in der St.-Agatha-Gemeinde Gespräche, wie das Kircheninventar genutzt werden kann. Möglicherweise bleibt die Orgel in Epe.
Während der Profanierung erinnerten die Seelsorger daran, dass die Kirche schmerzhafte Einschnitte zu treffen habe. Die Kirche erlebe eine Zeit des Umbruchs.
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Text: Johannes Bernard | Foto: Johannes Bernard in
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