
Bischof Genn erlebte zum ersten Mal den traditionellen Fahnenschlag der Bäcker- und Konditorengilde.
Erster "guter Montag" für Bischof Felix Genn
"Ich wollte immer Bäcker werden"
Münster. Zum ersten Mal hat Bischof Felix Genn den traditionellen "Guten Montag" der münsterschen Bäcker- und Konditorengilde miterlebt. Am Montag (07.06.2010) nahm er vor dem Bischofshaus den feierlichen Fahnenschlag und den Ehrentrunk entgegen. Zudem erhielt er aus den Händen der Bäcker und Konditoren ein Brezel und einen Baumkuchen. Er bedankte sich bei den Gästen mit einem Umtrunk im bischöflichen Garten.
Der "Gute Montag", der alle drei Jahre stattfindet, geht in Münster auf eine jahrhundertelange Tradition zurück. Der Legende nach sollen münstersche Bäckergesellen im Jahr 1683 die Stadt Wien vor der Erstürmung durch das türkische Heer bewahrt haben. Dafür bekamen sie vom Kaiser einen arbeitsfreien Tag im Jahr gewährt, den "guten Montag". Diesen behielten sie auch, als sie nach ihrer Ausbildung nach Münster zurückkehrten.
Er sei immer wieder tief beeindruckt, in wie vielen Traditionen sich die Verbindung der Menschen in der Stadt Münster mit der Kirche widerspiegelten, sagte der Bischof in seinem Grußwort. Und er sah auch eine biografische Verbundenheit mit den Besuchern: "Wenn ich als Kind gefragt wurde, was ich später einmal werden wolle, habe ich immer 'Bäcker" gesagt."
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Text: Michael Bönte | Foto: Michael Bönte
07.06.2010
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