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11.12.2018
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Heimaturlaub von Schwester Anna in Wettringen.

Schwester Anna, hier mit ihren Eltern Wilhelmine und Franz Öhmann, gehört der von Mutter Teresa gegründeten Gemeinschaft der "Missionarinnen der Nächstenliebe" an.

Heimaturlaub von Schwester Anna in Wettringen

An der Seite der Ärmsten der Armen

Wettringen. "Es war mein Heimaturlaub, und ich war glücklich hier. Aber jetzt freue ich mich, dass ich bald wieder dort bin, wo mein Zuhause ist und wo ich im Tiefsten glücklich bin", sagt Schwester Anna mit einem Lächeln auf den Lippen. Ihr Zuhause, das sind die "Missionarinnen der Nächstenliebe". In der pakistanischen Stadt Karachi kümmert sie sich um die Ärmsten der Armen.

Wie einst die Ordensgründerin Mutter Teresa lebt auch Schwester Anna in Armut. "Bei der Frage nach dem Sinn des Lebens fallen viele Dinge weg", hat die 36-jährige Ordensschwester festgestellt. Als sie sich vor neun Jahren für das Ordensleben entschied, hieß sie noch Elke Öhmann. Für ihre Familie sowie für Freunde und Nachbarn aus ihrem Heimatort Wettringen hat sich daran bis heute nichts geändert. Während ihres ersten Heimaturlaubs reden alle sie mit "Elke" an.

"Elke, was hat dich eigentlich bewogen, in den Orden zu gehen?", fragt zum Beispiel eine Frau, als Schwester Anna sich kurz vor ihrer Abreise mit den Gemeindemitgliedern von St. Petronilla im Wettringer Jugendzentrum trifft. Und die Missionarin der Nächstenliebe beginnt zu erzählen: Dass sie sich schon als Elfjährige für religiöse Themen  und Bibeltexte interessierte. Dass sie als Jugendliche oft das Bedürfnis hatte, an den Rosenkranzandachten und Gottesdiensten in ihrer Gemeinde teilzunehmen und dass sie dann meistens heimlich in die Kirche St. Petronilla ging, weil ihr das vor den Gleichaltrigen peinlich war.

Dann war da jene Elke Öhmann, die auf Partys ging, Handball spielte, das Abitur machte, Sonderschulpädagogik studierte, einen Freund hatte und ans Heiraten dachte. Auch eine Zeit der Glaubenszweifel habe es in ihrem Leben gegeben, bekennt sie. Als junge Erwachsene habe sie sich oft mit der Existenz Gottes auseinander gesetzt und sich gefragt: "Wer kann mir beweisen, dass es einen Gott gibt?" Und dann waren da wieder diese Gedanken an ein Ordensleben. Ein einwöchiger Aufenthalt in einem Franziskanerinnenkloster brachte schließlich Klarheit in ihre zwiespältigen Gefühle. "Das war der Auslöser. Ich war 21 und hatte endlich eine Richtung gefunden", erinnert sie sich. Sie schloss ihr Lehramtsstudium ab und wurde  mit 27 Jahren Missionarin der Nächstenliebe. "Ich wollte etwas Radikales. Ein strenges Gemeinschaftsleben mit einem intensiven Gebetsleben. Außerdem wollte ich in Armut leben und für die Armen da sein. Und dieser Orden entsprach meinen Vorstellungen", erzählt sie. Nach ihrer Novizinnenzeit in Rom legte sie 2005 die Erstprofess ab. Bis zur ewigen Profess, die frühestens in zwei Jahren ansteht, wird dieses Gelübde jedes Jahr erneuert.

Bereut hat Schwester Anna ihren Schritt zu keiner Zeit. Manchmal vermisst sie allerdings auch Dinge aus ihrem früheren Leben. Zum Beispiel ihre Familie, Gespräche mit Freunden oder dass sie sich einfach auf ihr Fahrrad setzt und losradelt. Während ihres dreiwöchigen Heimaturlaubs hat sie diese Gelegenheiten gern genutzt. Und das Handballspielen hat sie ebenfalls nicht verlernt.

Inzwischen ist die Ordensschwester aus Wettringen nach Karachi zurückgekehrt. In einer Einrichtung des Klosters betreut sie mit vier weiteren Ordensfrauen  verwaiste Mädchen, alleinstehende Mütter mit Kindern und Frauen mit Behinderungen. Oder sie geht in die Slums und kümmert sich dort um die Bedürftigen. "Es kommt im Leben nicht auf die großartigen Dinge an. Wichtiger ist, dass man kleine Dinge mit großer Liebe verrichtet. Denn Werke der Liebe sind Werke des Friedens", zitiert sie Mutter Teresa, die ihr persönlich nie begegnet ist, die sie aber trotzdem als ihr großes Vorbild sieht.

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  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Orden

Text: Irmgard Tappe | Foto: Irmgard Tappe in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
07.06.2010

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