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17.05.2012
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Pfarrer Norbert Mertens.

Pfarrer Norbert Mertens lädt ein, an den ökumenischen Angeboten teilzunehmen.

Christliche Angebote im Rahmen der Kulturhauptstadt in Herten

Ökumene konkret

Herten. Vom 30. Mai bis zum 5. Juni 2010 findet im Rahmen des diesjährigen Kulturhauptstadtjahrs die so genannte "Local-Heroes-Woche" in Herten statt. Auch die katholische St.-Antonius-Gemeinde beteiligt sich mit der evangelischen Kirchengemeinde Herten an dem Programm.

Ökumene zu leben ist selbstverständlich in Herten. Auf dem vergangenen Zweiten Ökumenischen Kirchentag in München präsentierten sich die katholische Gemeinde St. Antonius und die Evangelische Kirchengemeinde Herten gemeinsam auf dem Markt der Möglichkeiten mit einem eigenen Stand. Das Besondere der Zusammenarbeit: Die Mitglieder der evangelischen Gemeinde im Bezirk Luther nutzen seit der Entwidmung ihrer Kirche vor eineinhalb Jahren die St.-Barbara-Kirche. "Und während unsere alte Barbara-Kirche abgerissen und in Verbindung mit dem Barbara-Zentrum neu gebaut wurde, hatten wir eine Heimat in der Lutherkirche", berichtet Norbert Mertens, Pfarrer der St.-Antonius-Gemeinde, von der Zusammenarbeit. Mit dem ökumenischen Elan, mit dem er aus München zurückgekehrt ist, will er in Herten weiterarbeiten. "Dazu möchten wir die griechisch-orthodoxe Gemeinde Heiliger Dimitrios in die Ökumene noch einbeziehen", blickt er in die Zukunft.

Auch während der "Local-Heroes-Woche" in Herten treten die Christen gemeinsam auf. Sie starten am Samstag (29.05.2010) mit einem ökumenischen Gottesdienst. "Dazu werden wir auf den Antoniuskirchplatz ein Labyrinth malen, in dessen Mitte das Kulturhauptstadtkreuz stehen wird. Das Thema des Gottesdienstes ist 'Die Mitte finden'", berichtet Mertens. Vorbereitet wurden die christlichen Angebote von der Evangelischen Kirchengemeinde Herten, der freikirchlichen Gemeinde Hoffungskirche und der katholischen Pfarrgemeinde St. Antonius.

Von Montag bis Freitag, 31. Mai bis 4. Juni 2010, finden in der Grafenkapelle der St.-Antonius-Kirche Tagzeitgebete statt. "Diese haben wir unter das Motto 'Komm zur Ruhe' gestellt. Sie umfassen 15 Minuten und werden jeden Tag von einer anderen Konfession vorbereitet", sagt der Pfarrer. Die Grafenkapelle, ein kleiner Anbau an der Antoniuskirche, stellt im Alltag der Gemeinde eher ein Schattendasein dar. "Als die Kirche gebaut wurde, deren 125-jähriges Jubiläum wir ebenfalls in dieser Zeit feiern, hat sich der damalige Graf Nesselrode-Reichenstein diese kleine Kapelle errichten lassen", informiert der 48-Jährige, der seit neun Jahren die Gemeinde leitet.

Am Dienstagvormittag, 1. Juni 2010 von 8.30 bis 12.30 Uhr, liest Mertens im Rahmen des Lesemarathons vier Stunden aus der Bibel. "Ich werde bei Adam und Eva beginnen und mit Siebenmeilenstiefeln bis zur Wiederkunft Jesu am Ende der Zeit durch die Bibel gehen. Prägnante Punkte möchte ich ebenso vorstellen wie unbekannte Stellen. Vielleicht schaffe ich es, ein ganzes Evangelium vorzulesen", steckt der Seelsorger noch in den Überlegungen für das Angebot. Der Termin ist wohlüberlegt, denn jeden Dienstag findet im Schatten der St.-Antonius-Kirche der Hertener Markt statt. "Und an den Markttagen – dienstags und freitags – ist immer viel los. Dann sind wir mitten im Geschehen, und das nutzen wir", sagt Mertens. So öffnet die Gemeinde ihren Marktladen und feiert an den Markttagen um 8.30 Uhr Gottesdienst. "Diese sind teilweise so gut besucht wie die Heiligen Messen am Sonntag."

Eine Nacht der offenen Gebets- und Gotteshäuser steht am Mittwoch, 2. Juni 2010, auf dem Programm. Während in der Erlöserkirche von 18 bis 23 Uhr die Ausstellung "Die vier Elemente" zu sehen ist, findet in der St.-Antonius-Kirche ein Konzert statt. Zu hören sind die Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart und die Sinfonie Nummer 40 von Josef Haydn. "Es ist unser Jubiläumskonzert, anlässlich unserer Feiern zum 125-jährigen Bestehen der Kirche." An Stelle der damals bereits mehr als 400 Jahre alten St.-Antonius-Kirche war 1885 eine neue, vier Mal größere Kirche gebaut worden. "Die alte Kirche war baufällig. Zudem begann die Zeit des Bergbaus und damit auch der Zuzug vieler Menschen in das damalige Dorf Herten", erzählt Mertens.

In die Festwoche fällt ebenso das Fest Fronleichnam. "Es steht unter dem Thema 'Kultur der kleinen Zeichen'. Ein Beispiel: Das Brot ist klein, aber ein Zeichen, das unendlich viel bedeutet. Es muss nicht immer die große Kultur oder Geste sein", betont Mertens. Es predigt der Diözesanpräses der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung, Michael Prinz.

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Text: Michaela Kiepe | Foto: Michaela Kiepe in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
28.05.2010

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