Anzeige:
Werbung

kirchensite.de | Online mit dem Bistum Münster: Nachrichten aus der Kirche, katholischer Glaube, Spiritualität, Heiligenlexikon, Veranstaltungen, Seelsorge, Fürbitte, Bibelarbeiten, Dossiers.

. . . . .
Seite: Aktuelles  >  Aus den Regionen
11.12.2018
Artikel drucken
Logo kirchensite.
Schwester Willigards.

Schwester Willigards große Liebe galt den Kindern. In den letzten Jahren lag ihr besonders die Betreuung und Fürsorge von aidskranken Kindern und Müttern am Herzen.

Schwester Willigard 78-jährig in Indien verstorben

Trauer um die "große Mutter"

Oelde/Indien. Schwester Willigard vom indischen Orden "Dinasevanasabha – Dienerinnen der Armen" ist tot. Sie starb nach längerer Krankheit im Alter von 78 Jahren in Bangalore.

Mit der Generaloberin Schwester Berthalomea und 650 Schwestern trauern die Mitglieder und Spender des Fördervereins "Hilfswerk Schwester Petra" sowie viele ihr verbundene Menschen aus der Region um die beliebte Ordensfrau, die 1976 das Werk von Schwester Petra Mönnigmann aus Oelde in Indien fortsetzte.

Das Wirken von Schwester Willigard war geprägt von tiefer Nächstenliebe, aber auch von ihrem Organisationstalent, ihrem Durchsetzungsvermögen und ihrem Gespür dafür, wie sie Mittel und Wege erschließen konnte, um die Not, die Krankheit und das Elend vieler Inder zu lindern und ihnen eine Zukunft zu ermöglichen. Darin sah sie ihre Lebensaufgabe.

"Ein Pakt mit Gott" veranlasste die gelernte Krankenschwester 1975, ihren Franziskanerinnenorden zu verlassen, dem sie seit 1951 angehörte, um nach Indien zu gehen. Dort wollte sie die Oelderin Schwester Petra Mönnigmann unterstützen, mit der sie seit mehr als 20 Jahren eine tiefe Freundschaft verband. Schon ein Jahr später übernahm die selbstbewusste Ordensfrau aus Herten-Bertlich nach dem tödlichen Verkehrsunfall von Schwester Petra die Leitung des 1969 gegründeten Ordens.

Mit unermüdlichem Einsatz kümmerte sie sich um die Schicksale unzähliger Menschen, für die sie bald zur "Periamma – "großen Mutter" wurde.Sie versorgte Kranke – vor allem Lep­rakranke, die, ebenso wie ein paar Jahrzehnte später die HIV-infizierten Menschen, zu den Aussätzigen der Gesellschaft zählen. Sie sah es aber auch als eine wichtige Aufgabe für sich und ihre Mitschwestern an, sich um Behinderte, Alte und Waisen zu kümmern.

Ihre große Liebe galt den Kindern. Sie tat alles, um ihren kranken, armen, verwaisten und chancenlosen Zöglingen ein Leuchten in die Augen und ein Lächeln ins Gesicht zu bringen. Bildung sah sie dabei als Schlüssel für die Zukunft. Sie baute Kindergärten und Schulen sowie Wohnheime für studierende Mädchen und berufstätige junge Frauen, die zu den Benachteiligten der indischen Gesellschaft zählen.

Nachdem sie die Leitung des Ordens 1989 in indische Hände gegeben hatte, ging sie nach Bangalore, um dort ihr Lebenswerk trotz gesundheitlicher Probleme fortzuführen. Im Jahr 2007 wurde ihr für ihren außergewöhnlichen Einsatz das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Text: Andrea Stahnke (pd) | Foto: pd in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
25.05.2010

Das Evangelium hören

Service für Sie

Facebook

RSS-Feed Topnews

Öffnet internen Link im aktuellen FensterNewsticker für Ihr Web


Anzeigen-Sonderthema


Heiligenlexikon in "kirchensite.de"

im Heiligenkalender können Sie nach Monaten blättern. Oder wählen Sie hier nach Buchstaben aus:

 

Kontakt

  kirchensite-Redaktion:
  redaktionkirchensite.de

  Technik:
  technikdialogverlag.de

Dialogversand