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17.05.2012
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Maria und Hermann Hölscheidt.

Maria und Hermann Hölscheidt.

Biblische Impulse für Paare während der Fastenzeit

Das Sakrament der Ehe mit Leben füllen

Waltrop. Zum dritten Mal bieten Maria und Hermann Hölscheidt in der Fastenzeit drei Abende mit biblischen Impulsen für Paare an. Maria Hölscheidt ist Pastoralreferentin in der Gemeinde St. Peter in Waltrop. Ihr Mann, seit Januar Diözesansekretär der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung im Bistum Münster, begleitet das Angebot ehrenamtlich.

Jeweils drei in sich abgeschlossene Themenabende an unterschiedlichen Wochentagen umfasst das Konzept des Ehepaars. "Wir wollten gemeinsam als Ehepaar für andere Ehepaare ein Angebot schaffen", sagt Maria Hölscheidt. "Im ersten Jahr haben wir vor allem Paare angesprochen, die uns kennen und damit wussten, worauf sie sich einlassen", erläutert die 45-Jährige, die auch in der Dattelner Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle arbeitet. Das Angebot hat sich herumgesprochen. "Inzwischen sind ebenso Paare dabei, die uns vorher nicht kannten. Ein solches Angebot muss sich erst etablieren. Das geht nicht von heute auf morgen", sagt Hermann Hölscheidt.

Zwischen drei und acht Paare aus verschiedenen Generation kommen zu den Abenden. Teilweise sind sie ein Jahr verheiratet, andere blicken bereits auf eine mehr als 60-jährige Ehe zurück. "Uns ist aufgefallen, dass dieses Angebot vor allem bei Menschen ankommt, die bald ihre Silberhochzeit feiern können. Sie haben viel erreicht und suchen nach neuen Impulsen für ihr gemeinsames Leben. Sie möchten das Leben, das noch vor ihnen liegt, mit ihrer Erfahrung gestalten", weiß der 49-Jährige.

Das Ehepaar Hölscheidt startet den Abend gemeinsam mit den anderen Teilnehmern mit einem Lied und einem Impuls. "Die Paare sollen die Möglichkeit haben, abzuschalten und anzukommen", sagt Maria Hölscheidt. Das können Wahrnehmungsübungen ebenso sein wie Blindenführungen oder ein Tanz. "Auf jeden Fall hat der Einstieg immer einen körperlichen Bezug." Anschließend lesen die Teilnehmer gemeinsam einen Text aus der Bibel. Ausgesucht haben Maria und Hermann Hölscheidt beispielsweise die Liebesgeschichte aus dem Alten Testament von Rut und Boas oder aus dem Neuen Testament die Erzählung der Hochzeit zu Kanaa. "Wir lesen den Text immer unter einem Aspekt, der die Paare betrifft. So gibt es bei der Hochzeit zu Kanaa zum Beispiel viele Menschen, die das Paar unterstützen. Wir fragen, wer uns in unserem Leben unterstützt", erklärt Maria Hölscheidt.

Nach dem gemeinsamen Gespräch bleibt den Paaren Zeit, sich zu zweit über das Gehörte und die eigene Geschichte zu unterhalten. "Wichtig ist uns der positive Aspekt. Was tut den Paaren gut? Was stützt sie? Wir graben nach den Goldkörnern in der Beziehung und wühlen nicht im Schlamm", sagt Hermann Hölscheidt. Den Abschluss des knapp eineinhalb Stunden umfassenden Abends bildet ein geistlicher Impuls wie beispielsweise ein gesungener Segen.

Das Konzept kommt bei den Teilnehmern an. "Die Paare nutzen es als gute Erfahrung, sich miteinander zu befassen. Sie nehmen die Impulse an", erklärt Maria Hölscheidt. "Darüber hinaus gibt es bei den Ehepaaren ein Bedürfnis, sich mit religiösen Themen zu beschäftigen. Denn der Glaubensweg ist nicht mit der Firmung zu Ende", weiß Hermann Hölscheidt. Leider gäbe es in den Gemeinden wenig Angebote für Paare. "Wo erhalten sie Impulse, mit denen sie das Sakrament ihrer Ehe mit Leben füllen können? An dieser Stelle setzen wir an", betont er. "Zudem ist die Fastenzeit für uns eine wichtige Zeit, in der wir uns besinnen, um uns für das Jahr zu orientieren und zu justieren", fügt Maria Hölscheidt hinzu.

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Text: Michaela Kiepe | Foto: Michaela Kiepe in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
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