
Szenische Darstellung einer Bibelerzählung, bei der vier Freunde einen Gelähmten zu Jesus bringen, von dem sie Heilung erwarten. Diese Szene vor einem Graffiti-Bild wurde für die Ausstellung in Borken fotografiert.
Jugendliche aus Borken-Burlo interpretieren biblische Erzählungen
Botschaft Jesu mit aktuellen Bezügen
Borken-Burlo. Ein halbes Jahr lang haben sich die Mädchen der Jugendgruppe "Pater Joseph Gerard" mit der Bibel auseinander gesetzt. Gemeinsam mit Pater Felix Rehbock, dem Leiter der OMI-Jugendbewegung im Kloster Mariengarden in Borken-Burlo, haben die 14- bis 16-Jährigen biblische Erzählungen gelesen und künstlerische Darstellungen der Texte erkundet.
Den Mädchen sei es nicht nur darum gegangen, alte Texte und deren künstlerische Umsetzung wahrzunehmen, erläutert Pater Felix. "Uns hat die Frage umgetrieben, welche Bedeutung die Texte für junge Menschen im 21. Jahrhundert haben und wie wir das ins Bild bringen können", sagt der Oblatenmissionar.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Auf zehn Tafeln haben die Jugendlichen ihre Gedanken zu den biblischen Texten dargelegt und mit Fotoarbeiten anschaulich gemacht. Komplettiert werden die Tafeln durch den biblischen Text und eine historische Darstellung der entsprechenden Szene. Zu sehen sind die Arbeiten vom 23. März bis zum 9. April 2010 in der Hauptstelle der VR-Bank Westmünsterland in Borken.
Dass die Ausstellung dort stattfindet, freut die Jugendliche Christina Wilkes. "An einem Ort mit viel Publikumsverkehr ist es einfach spannend, biblische Texte zu präsentieren." Denn die Bibel sei "kein altes verstaubtes Buch, das ins hinterste Eck des Bücherregals gehört, sie hat mit unserem Leben zu tun". Wie sehr diese Einschätzung zutrifft, zeigt ein Blick auf die Arbeiten der Jugendlichen. Was bedeutet das Brotwunder aus der Bibel für uns? Was kann uns die Gestalt des Simon von Zyrene, der Jesus geholfen hat, das Kreuz zu tragen, für unser Leben sagen, und wer wird heute mit Worten "gesteinigt"? Solche und weitere Fragen hat die Jugendgruppe bedacht. Diese Fragen sollen die Besucher der Ausstellung zum Nachdenken anregen. "Es wäre gut, wenn der ein oder andere Besucher der VR-Bank zwischen Kreditgespräch und Kontoauszug noch einen Impuls für seinen Alltag mit nach Hause nehmen könnte", sagt Pater Felix. Es seien nicht nur Bankkunden willkommen. Die Ausstellung sei für alle zugänglich und könne zu den Öffnungszeiten der VR-Bank besucht werden.
Text: Johannes Bernard | Foto: pd in
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