
Jeden Tag näherten sich die Heiligen Drei Könige der Krippe, bis sie am 6. Januar ankamen, um dem Kind zu huldigen.
Die Krippenlandschaft der Pfarrgemeinde St. Christophorus
Der Weg führt durch die Wüste zum Stall
Werne. Im Altarraum der Maria-Frieden-Kirche in Werne ist jedes Jahr auf 60 Quadratmetern das Weihnachtsgeschehen zu bewundern. Ein ehrenamtliches Team baut zur Freude der Christen aus nah und fern diese Landschaft auf.
Jedes Jahr erfreut die große und liebevoll aufgebaute Krippe im Altarraum der Kirche Maria Frieden Jung und Alt. Inzwischen bevölkern 20 Figuren die große Landschaft mit Brunnen, Bachlauf und Krippenstall. Die Hirten wärmen sich am Feuer, eine Bauersfrau mit Kind ist auf dem Weg, um dem neugeborenen Kind zu huldigen. Von einer Tanne aus beobachtet ein Eichhörnchen das Weihnachtsgeschehen. Die Heiligen Drei Könige sind seit Heiligabend jeden Tag der Krippe ein bisschen näher gekommen. Ihr Weg führte sie durch dürres Land zum Stall im Wald. Für das Fortkommen sorgt Küsterin Annette Heitkamp. Sie bringt die Weisen aus dem Morgenland jeden Tag ein bisschen näher an ihr Ziel. Nun knien sie vor dem Kind in ihren prachtvollen Gewändern, und sind doch demütig.
Dass jedes Jahr diese Landschaft aufgebaut wird, dafür sorgt das Ehepaar Bärbel und Wolfgang Rose gemeinsam mit Christa Souilljee und der Küsterin Annette Heitkamp. Drei Tage nehmen sie sich Zeit, um auf 60 Quadratmetern den Menschen das Weihnachtsgeschehen näher zu bringen. Drei Mal fahren die Roses mit ihren Utensilien, die während des Jahrs hauptsächlich in ihrem Keller lagern, zur Kirche. "Wenn wir in der Natur etwas finden, das noch in die Krippe passt, nehmen wir es mit", sagt Bärbel Rose. Vieles wird jedes Jahr beim Aufbau wieder verwendet, wie zum Beispiel die großen Baumwurzeln oder das Moos. Die Figuren wurden 1964 angeschafft, haben aber früher in der Kapelle gestanden. Seit 1996 ist das Geschehen nun im Altarraum der Kirche zu bewundern. "Die Figuren hat Agathe Henning, eine Künstlerin aus Henrichenburg, gebaut", erzählt Bärbel Rose. "Sie sind wunderbar. Sie wirken sehr echt. Köpfe, Füße und Hände sind handgeschnitzt. Ihre Kleidung, ihre Gesichter und die unterschiedliche Körperhaltung lassen das Geschehen lebendig werden", schwärmt sie weiter.
Angefangen haben die Krippenbauer damals mit einer wesentlich kleineren Krippe. "Im Lauf der Jahre sind immer mehr Details dazugekommen. Wir haben den Stall verändert, damit er rustikaler wirkt, das Lagerfeuer, den Brunnen und die Wüste gestaltet", sagt Wolfgang Rose. Finanziert werden die Erweiterungen unter anderem mit dem Verkauf von selbst gestalteten Kerzen und Postkarten.
Auch Pfarrer Michael Berning freut sich jedes Jahr über die Krippenlandschaft. "Sie hat auch einen katechetischen Aspekt. In den Gottesdiensten spreche ich oft über die Personen, die in unserer Krippe vorkommen", sagt der 49-Jährige. Eigentlich, so sagen die Mitglieder des Krippenteams, bauten sie gern die Landschaft auf. "Wir stöhnen zwar immer über die Arbeit, aber es macht jedes Jahr wieder große Freude", gibt Wolfgang Rose zu. Und wenn die kleinen und großen Besucher, für die die Kirche außerhalb der Gottesdienstzeiten morgens und nachmittags für je zwei Stunden geöffnet ist, mit großen Augen vor dem Weihnachtsgeschehen stehen, dann wissen die Ehrenamtlichen immer wieder, warum sie es tun.
Ein großes Lob kommt auch von Berning: "Es erfüllt mich jedes Jahr mit Stolz, dass wir in unserer Kirche eine so ansprechende und lebendig wirkende Krippe haben. Aber ebenso bin ich glücklich darüber, dass wir so treue Helfer haben, die viel Zeit opfern, um das hier aufzubauen." Die Angesprochenen werden etwas verlegen. "Für uns als Rentner ist es eine sinnvolle Tätigkeit. Wir können uns die Zeit nehmen. Unser größter Lohn sind die vielen positiven Rückmeldungen", sagt Bärbel Rose.
Mehr zum Thema in kirchensite.de:
Text: Michaela Kiepe | Foto: Michaela Kiepe in
Kirche+Leben
11.01.2010
Neues Seelsorgekonzept
Im Bistum Münster wird derzeit ein neuer Diözesanpastoralplan erstellt. Er soll Schwerpunkte der Seelsorge benennen. Ein erster Entwurf steht zum Herunterladen bereit.
Restaurierung der Domkunst
Über ein Jahr wird im St.-Paulus-Dom kein Gottesdienst gefeiert, weil umfangreiche Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden.
Service für Sie
Spruch des Tages
Reden, Fragen, Antworten finden
Seelsorger/-innen
Heiligenlexikon in "kirchensite.de"
im
Heiligenkalender können Sie nach Monaten blättern. Oder wählen Sie hier nach Buchstaben aus:
Kontakt
kirchensite-Redaktion:
redaktion
kirchensite.de
Lebenshilfe+Seelsorge:
Martin Weber
weber
kirchensite.de
Technik:
technik
dialogverlag.de












Newsticker für Ihr Web