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17.05.2012
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Krippenlandschaft.

Seine Vorstellungen eines Lebens im Orient zu Zeiten Christi Geburt hat Adolf Einhaus in seiner Krippenlandschaft verwirklicht.

Jedes Jahr baut Adolf Einhaus seine Krippenlandschaft auf

Betlehem in Miniatur

Herten. Im Herbst und im Winter zieht sich Adolf Einhaus regelmäßig zurück. Dann bastelt er an weiteren Details seiner Krippenlandschaft. Kurz vor dem Weihnachtsfest baut er seine Version des Weihnachtsgeschehens in seiner Wohnung in Herten auf.

Betlehem in Miniatur zur Zeit Christi Geburt. "So stelle ich mir den Orient vor. Im Original habe ich das alles allerdings noch nicht gesehen", sagt Adolf Einhaus. Jedes Jahr baut der 74-Jährige in seiner Hertener Wohnung eine Krippenlandschaft auf einem Podest auf, das 1,20 mal 1,50 Meter misst. Und jedes Jahr kommt etwas hinzu. Vor acht Jahren hat Einhaus mit zwei Figuren begonnen.

Häuser aus Ytong

"Die besten Jahreszeiten um zu basteln, sind Herbst und Winter", sagt er. Dann zieht sich der pensionierte Raumausstatter in seinen kleinen Keller mit Werkbank zurück, um aus einer Art Gips Figuren zu formen, aus Ytong-Steinen Häuser zu basteln, aus dem Rest eines Besenstiels eine kleine Amphore zu schnitzen, auf einem selbst gebauten Miniaturwebrahmen Teppiche herzustellen oder mit Zahnstochern Harken zu basteln. 15 bis 18 Zentimeter sind seine selbst erstellten Figuren groß und im Verhältnis dazu die Utensilien entsprechend klein.

Besonders die Details haben es ihm angetan. In einem Haus schläft der Bewohner auf einem Bett, auf einem Feld neben der Unterkunft von Maria und Josef grasen Schafe auf einer Weide. "Obwohl ich glaube, dass es dort mehr Ziegen als Schafe gegeben hat. Aber so ist es überliefert, und so habe ich es gebaut", sagt Einhaus.

Auf der Weide ist ein kleiner Teich angedeutet, auf dem eine kaum fingernagelgroße Ente schwimmt. Zwischen den Häusern wird die Synagoge durch eine runde Kuppel erkennbar. Die Familie, die sich jedes Jahr um die Krippe versammelt, ist begeistert. "Unsere Enkelkinder, auch wenn sie schon groß sind, schauen sich immer noch gern mit großen Augen die Krippe an", gibt der zweifache Großvater zu.

Für den Aufbau kalkuliert der gebürtige Bueraner einen Nachmittag ein. "Alles ist in einer bestimmten Reihenfolge in Kisten verpackt. So brauche ich nicht so lange, diese kleine Stadt aufzubauen", erklärt Einhaus. Im vergangenen Jahr hat er auf einem Stück Leinen noch eine Kulisse für seine Darstellung der Weihnachtsgeschichte gemalt. "Wichtig ist es vor allem, die Proportionen einzuhalten", sagt Einhaus.

Dass er sich jedes Jahr wieder die Arbeit macht, hat sich im Freundes- und Bekanntenkreis herumgesprochen. "Jedes Jahr kommen mehr Besucher zu uns, um sich unsere Krippe anzuschauen", sagt er nicht ohne Stolz. Doch nicht nur an der eigenen Krippe haben Adolf Einhaus und seine Ehefrau Helga Freude. Sie fahren während der Weihnachtszeit auch verschiedene Kirchen an, um sich die Weihnachtsdarstellung dort anzuschauen.

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Text: Michaela Kiepe | Foto: Michaela Kiepe in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
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