
Carsten Franken.
Carsten Franken wird als Pfarrer in Ascheberg eingeführt
Eine Schwäche für die Natur
Ascheberg. Am Sonntag (15.11.2009) begrüßt die Gemeinde St. Lambertus in Ascheberg ihren neuen Pfarrer Carsten Franken. Er kommt nicht mit einem fertigen Konzept in die 5.900-Seelen-Gemeinde, sondern möchte sich die Zeit nehmen, sich umzuschauen. "Meine erste Predigt kann und wird weder ein Pastoralplan noch ein fertiges Konzept sein", sagt der 43-Jährige. Schwerpunkte mag der neue Pfarrer ebenso noch nicht nennen, "aber unbestritten ist, dass die Jugend und junge Familien existentiell für eine Pfarrgemeinde sind". In den vergangenen sieben Jahren stand der gebürtige Weselaner dem Katholischen Landvolk und der Katholischen Landjugendbewegung als Präses vor. Zudem war er Rektor der Papst-Johannes XXIII.-Kapelle der Landvolkshochschule "Schorlemer Alst" in Warendorf-Freckenhorst.
Bis zum Abitur hat Franken am Niederrhein gelebt, dann ging er zum Zivildienst nach Duisburg-Hamborn, später zum Studium nach Frankfurt, Münster und Tübingen. Am 18. Mai 1997 wurde er zum Priester geweiht. Seine Stationen als Kaplan waren St. Mauritius in Ibbenbüren und St. Michael in Münster-Gievenbeck. "In meiner Zeit als Präses habe ich viele Erfahrungen auf dem Land gemacht. Und als naturverbundener Mensch, der ich seit jeher bin, sagt es mir zu, nach Ascheberg zu gehen. Ich bin kein Mensch, der sich in einer großen Stadt wohlfühlt", erzählt Franken von sich. Er habe eine Schwäche für die Natur und die Naturwissenschaften, genieße den Spaziergang durch die Felder und Wälder besonders im Frühling, wenn das erste satte Grün sich sehen ließe.
Ein Projekt, das er in seiner Zeit als Präses begleitet hat, liegt ihm besonders am Herzen: die ländliche Familienberatung. "Dabei handelt es sich nicht um eine betriebswirtschaftliche, sondern um eine familiäre Beratung für landwirtschaftliche Familienbetriebe. Die Nachfrage ist so groß, dass zu den zwei bereits erfahrenen ehrenamtlichen Beratern in einem Kursus demnächst weitere Ehrenamtliche für diese Aufgabe geschult werden", erzählt er.
Gern blickt er auf die vergangenen Jahre zurück. Es sei schön gewesen, die unterschiedlichen Lebenswege der Menschen zu begleiten. "Dabei habe ich immer wieder festgestellt, wie aktiv die Mitglieder der Landjugend sind, der als größter Jugendverband im Bistum Münster fast 14.000 Mitglieder zählt, und wie die Nachhaltigkeit ihr Denken und Handeln bestimmt. Das habe ich bei zahlreichen Aktionen erfahren." Aber jetzt sei es an der Zeit, sesshaft zu werden. Das liege wohl am Alter und an der Lebensphase, in der er sich befinde. So ist Franken nun gespannt auf die Begegnungen und Erfahrungen in seiner neuen Ascheberger Gemeinde.
Text: Michaela Kiepe | Foto: privat in
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13.11.2009
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