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11.02.2012
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Norbert Caßens.

Norbert Caßens.

Norbert Caßens geht nach Nottuln

Die Fusion mit Leben füllen

Nottuln. Kurz nach dem 75-jährigen Jubiläum der St.-Elisabeth-Kirche in Recklinghausen hat Norbert Caßens Wohnort und Stelle gewechselt. Am Sonntag (25.10.2009) wird er als neuer Pfarrdechant in der am 13. September fusionierten Nottulner Gemeinde St. Martin eingeführt. "Die St.-Martinus-Kirche atmet mehr als ein Jahrtausend Geschichte. Aber auch die Kirchen in Appelhülsen, Darup und Schapdetten haben eine bewegte Geschichte. Das ist ein großer Unterschied zu Recklinghausen", sagt der 45-Jährige. Eine wichtige Aufgabe für die Zukunft sieht er darin, die Fusion mit Leben zu füllen.

Zwölfeinhalb Jahre war er in der Gemeinde als Pfarrer tätig, vor fünf Jahren hat er zusätzlich die Gemeinde Heilige Familie in Recklinghausen Speckhorn als Pfarrverwalter übernommen. Der Abschied fällt ihm nicht leicht. "In beiden Gemeinden habe ich eine große Offenheit erfahren." Zudem löst sich seine Kommunität auf. "Pfarrer Bernd Hante, Pfarrer Peter Lenfers und ich haben gemeinsam in dem Pfarrhaus der Gemeinde Liebfrauen gewohnt. Diesen Abschied empfinde ich als großen Verlust", sagt Caßens. Die Idee, gemeinsam ein Pfarrhaus zu bewohnen, hatten die drei Seelsorger viele Jahre zuvor. "Wir haben unser Anliegen dem damaligen Bischof Reinhard Lettmann vorgetragen, und es fand sich eine Lösung, sodass aus der Idee Realität wurde", erzählt er. Allein in dem großen Pfarrhaus der Nottulner Gemeinde zu leben, sei für ihn momentan kein schöner Gedanke.

"Wenn ich Nottuln höre, denke ich übrigens zuerst an die Eisdiele, von der im Priesterseminar in Münster geschwärmt wurde", gibt der gebürtige Rheinenser zu. Bei gutem Wetter habe man sich aufs Rad geschwungen und sei nach Nottuln gefahren. "Das ist sicherlich keine besonders fromme Einstellung, aber eben meine Ersterinnung", sagt er und lacht. Caßens hat in Münster und Innsbruck Theologie studiert und wurde 1990 zum Priester geweiht. Nach Kaplansstellen in Beckum und Moers übernahm er die Recklinghäuser Gemeinde. "Damals hätte ich mir nicht zugetraut, eine so große Gemeinde zu übernehmen. Auch heute gehe ich diese Aufgabe mit Respekt an", gibt er zu.

Schwerpunkte seiner Arbeit bildeten die Ökumene, die Kinder- und Jugendarbeit sowie die Familienarbeit. "Wie und was in St. Martin sinnvoll ist, kann ich noch nicht sagen. Ich bringe kein fertiges Konzept mit, sondern möchte mit den Menschen die Arbeit entwickeln." Auf die kirchenmusikalische Tradition freut er sich ebenso wie auf die reizvolle Umgebung. Als Hobbys pflegt er Bergwandern, Schwimmen und Krimis lesen. "Und damit fußballpolitisch von Anfang klar ist: Ich bin Schalke-Fan", fügt er mit einem Augenzwinkern hinzu.

Text: Michaela Kiepe | Foto: Michaela Kiepe in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
19.10.2009

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