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17.05.2012
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Pfarrer Matthias Hembrock und Pastoralassistent Jens Hagemann.

Pfarrer Matthias Hembrock und Pastoralassistent Jens Hagemann mit den neuen Informationsbroschüren über die Erwachsenentaufe.

Konzept für erwachsene Taufbewerber entwickelt

Gemeinsam auf dem Weg

Drensteinfurt. Die Vorbereitung und Taufe von drei Erwachsenen in der Osternacht 2009 in Drensteinfurt war für Pfarrer Matthias Hembrock und Pastoralassistent Jens Hagemann eine neue Erfahrung. Auf dieser Grundlage haben sie ein Konzept für die künftige Vorbereitung erwachsener Taufbewerber in Drensteinfurt, Rinkerode und Walstedde erstellt.

Für Pfarrer Matthias Hembrock war die Taufe der drei Erwachsenen in diesem Jahr "eine Fügung": "Bei einem USA-Aufenthalt 2007 habe ich gesehen, dass es dort gang und gäbe war, dass Erwachsene getauft wurden." In jeder Gemeinde gab es jedes Jahr einen Vorbereitungskursus. "Es ist faszinierend, wenn man das miterlebt."

Für die Taufvorbereitung von Erwachsenen in Drensteinfurt habe es jedoch in der Seelsorgeeinheit bisher kein Konzept gegeben, sagt Pastoralassistent Jens Hagemann. "Es gibt Grundlagen, die man nutzen kann. Dennoch ist die Frage, wie man das in der Gemeinde umsetzt." Gemeinsam mit Ursula Weßels-von Bobart und Edgar Kuhlmann hatte er die drei Taufbewerber vorbereitet.

Ihre Erfahrungen haben sie in einem Konzept verarbeitet, das für die künftige Vorbereitung Erwachsener aus den Gemeinden St. Regina, St. Pankratius und St. Lambertus genutzt werden soll. Eine Bewerberin hat sich bereits gemeldet. Die Vorbereitungszeit auf die Taufe bedeutet für Jens Hagemann, gemeinsam auf dem Weg zu sein: Gespräche über das Leben, den Glauben und Gott, über Fragen und Zweifel und die Suche nach Gott im Leben stellen die erste Säule der Vorbereitungszeit dar. Es gehe nicht um die Vermittlung von Lehrsätzen, sondern um den gemeinsamen Austausch, betont Hagemann. Eine weitere Säule ist die Vermittlung von Glaubenswissen. Auf der Grundlage des Glaubensbekenntnisses werden die Inhalte des Glaubens der katholischen Kirche erarbeitet. Der dritte Teil schließlich widmet sich dem gelebten Glauben und den Möglichkeiten, das Christsein in der Welt sichtbar werden zu lassen. Thematisiert werden zum Beispiel die Diakonie als Dienst am Nächsten, die christliche Verantwortung für die Gesellschaft, das Gebet und die Liturgie, erklärt der Pastoralassistent.

Auch für die Gemeinde sei es inte-ressant, sich durch die erwachsenen Taufbewerber noch einmal mit dem eigenen Glauben auseinander zu setzen. Die Taufvorbereitung umfasst ein Informationstreffen, ein Wochenende im Liudgerhaus in Münster, sechs Gruppenstunden und verschiedene Gottesdienste. So sollen die Taufbewerber einen Einblick in den Glauben und das Leben der Gemeinde bekommen. Nach der Taufe steht die weitere Vertiefung in den Glauben an, erklärt Jens Hagemann. "Für uns heißt das, sie weiter an die Gemeinde heranzuführen."

Stichwort Erwachsenentaufe

Die erste Stufe auf dem Weg zur Erwachsenentaufe ist die Aufnahme in den Katechumenat, die Zeit der Vorbereitung auf die Taufe und des Einlebens in die christliche Gemeinde. Das Wort leitet sich vom griechischen "katechein" ab, das "entgegentönen", aber auch "unterrichten" bedeutet. Im Katechumenat lernen die Taufanwärter unter Anleitung erfahrener Christen christlichen Glauben und Lebensstil kennen. Dabei geht es um ein "Glaubenlernen" mit allen Sinnen. Die zweite Stufe ist die Feier der Zulassung zur Taufe im St.-Paulus-Dom in Münster zu Beginn der Fastenzeit. Die Taufbewerber stellen sich dem Bischof vor. Vertreter der Gemeinden berichten ihm von der Taufvorbereitung und überreichen ihm ein Sendschreiben, in dem die Gemeinden für die neuen Christen bürgen und um ihre Taufe bitten. Die dritte Stufe schließlich ist die Taufe, Firmung und Eucharistie in der Osternacht.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Erwachsenentaufe

Text: Almud Schricke | Foto: Almud Schricke
12.10.2009

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