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11.02.2012
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Barbara Kortmann.

Barbara Kortmann trifft unter der Kellertreppe im Pfarrhaus die Vorauswahl.

Barbara Kortmann organisiert jedes Jahr eine Bücherbörse

Zwischen Bestsellern und alten Schätzen

Nordkirchen. Mit dem Erlös aus der jährlich stattfindenden Bücherbörse unterstützt die Gemeinde St. Mauritius in Nordkirchen Projekte in Sambia.

Tausende von Büchern stehen Rücken an Rücken nach Themen sortiert auf Tischen im Saal des Pfarrheims der Gemeinde St. Mauritius in Nordkirchen. 1995 hat Barbara Kortmann die erste Bücherbörse ins Leben gerufen. "Es ist eine gewachsene Aktion, die sich inzwischen in der Region herumgesprochen hat", erzählt die 56-Jährige. Jedes Jahr – möglichst am Sonntag der Weltmission – findet am Samstagnachmittag und am Sonntag dieses Angebot statt. "In diesem Jahr starten wir früher, da der Weltmissionssonntag in die Herbstferien fällt", erklärt Kortmann.

Verkauft werden ausschließlich gespendete Bücher. Es finden sich ebenso Kochbücher wie aktuelle Romane, Bilder- und Kinderbücher, aber auch Reiseführer und Bildbände sowie Lexika. Entweder wird der Lesestoff abgegeben, oder Spender melden sich bei Kortmann, die auch als Pfarrsekretärin in der Gemeinde tätig ist. "Teilweise stammen die Spenden aus Haushaltsauflösungen. Andere werden abgegeben, um Luft zu schaffen für neue Bücher", weiß die Organisatorin aus Erfahrung. Die Spendenfreudigkeit sei groß.

Bevor es in den Verkauf geht, schaut das siebenköpfige Team, das für die Börse verantwortlich zeichnet, die Spenden durch, die unter der Kellertreppe im Pfarrhaus in zahlreichen Kartons gelagert werden. "Sind die Bücher nicht mehr gut erhalten, dann entsorgen wir sie. Die anderen sortieren wir nach Themenfeldern. Am besten lassen sich aktuelle Bücher verkaufen", sagt Kortmann.

Viele helfende Hände garantieren einen reibungslosen Aufbau. Schüler der Gesamtschule, Firmlinge, Messdiener, Küster sowie zahlreiche Gemeindemitglieder und nicht zuletzt Pfarrer Hans-Gerald Eschenlohr sind zur Stelle, um die Kisten vom Pfarrhaus ins Pfarrheim zu bringen und entsprechend der Themen auf den Tischen aufzubauen.

"Im ersten Jahr haben wir 78 Deutsche Mark eingenommen, da wir die Bücher auf Kommission verkauft haben. Aber das war zu aufwändig. In den letzten Jahren haben wir im Schnitt 700 Bücher verkauft und einen Erlös von 950 Euro erzielt", sagt Kortmann nicht ohne Stolz.

Das Geld erhält Schwester Gloria Kleikamp. Die 78-jährige Ordensfrau lebt in Sambia und hat dort zwei Schulen aufgebaut. Seit 1975 unterstützt die Gemeinde die Dominikanerin. Langsam gewachsen ist die Partnerschaft, die mit einem Besuch in Sambia begann. Inzwischen gibt es Dauerspender und die Erlöse aus verschiedenen Aktionen wie beispielsweise der Bücherbörse, einem Stand auf dem Adventsmarkt der Gemeinde, dem Fastenessen, dem Erbsensuppenessen und weiteren Einzelaktionen. "Damals haben einige Gemeindemitglieder gemeinsam mit einer Gruppe aus Selm-Bork Schwester Gloria in Sambia besucht. Anschließend wurde ein Sachausschuss gegründet, dem auch mein Mann angehört", erklärt Kortmann. Eine Schule, die die Ordensfrau in Mtendere aufgebaut hat, wird inzwischen von der Pfarrgemeinde und von Einheimischen geleitet. In ihrem zweiten Projekt kommen in Ndola in einer Slumgemeinde 560 Schüler in einem Internat in den Genuss von Bildung. "Es sind vor allem Aidswaisen, die ansonsten auf der Straße leben würden", informiert Kortmann. Mitglieder des in Nordkirchen verantwortlichen Sachausschusses haben die Projekte bereits zweimal in Sambia besucht. Auch, wenn die in Wuppertal geborene Ordensfrau auf Heimaturlaub war, hat sie die Menschen in Nordkirchen besucht.

Die Bücherbörse findet im Pfarrheim statt am Samstag (26.09.2009) von 17 bis 20 Uhr und am Sonntag (27.09.2009) von 9 bis 17 Uhr.

Text: Michaela Kiepe | Foto: Michaela Kiepe in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
25.09.2009

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